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Vor den Kitas in der Theodor-Heuss-Straße ist es manchmal ganz schon gefährlich.

Theodor-Heuss-Straße in Putzbrunn

Gefährliche Route auf dem Prüfstand

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Die Theodor-Heuss-Straße gilt unter den Putzbrunnern als Gefahrenherd. Die Gemeinde will dem Abhilfe schaffen, es dauert aber wohl noch mindestens bis 2020.

Putzbrunn – Zu eng, zu viel Verkehr, zu unübersichtlich: In der Theodor-Heuss-Straße in der Putzbrunner Waldkolonie gibt es viele Probleme. Auto- und Radfahrer können den Verkehr teils nur schwer überblicken, Eltern fürchten um ihre Kinder, wenn sie sie zur Kita bringen. Die Situation soll verbessert werden, darauf einigten sich die Gemeinderäte im Verkehrsausschuss. Die Umsetzung dürfte allerdings noch ein paar Jahre dauern.

Im Januar beklagte eine Mutter öffentlich die Verhältnisse in der Theodor-Heuss-Straße. Sie habe zu wenig Platz zum Aussteigen, der Schwerlastverkehr rausche an ihr vorbei, und die Straße sei generell sehr unübersichtlich. Der Gemeinde sind die Anliegen der Bürger bewusst, deshalb machte sich der Verkehrausschuss bereits im Mai gemeinsam mit der Polizei Ottobrunn ein Bild vor Ort.

Das Ergebnis: Fahrbahnmarkierungen und zusätzliche Verkehrsschilder bringen nichts. Ob es möglich ist, den Verkehr zu entzerren und die Theodor-Heuss-Straße übersichtlicher zu gestalten, soll nun ein Planungsbüro herausfinden.

Parkplätze auf der einen, Radweg auf der anderen Seiten

Martin Adler (Freie Wähler) wollte wissen, welche Verbesserungen überhaupt möglich seien, denn: „Auf der einen Seite ist der Wald, auf der anderen die Kitas.“ Bürgermeister Edwin Klostermeier (SPD) erklärte, er könne sich – rein hypothetisch – eine Variante mit Parkplätzen auf der einen und einem Radweg auf der anderen Seite nach Neubiberger Vorbild vorstellen. Aktuell können Autofahrer auf beiden Seiten parken.

Bis verkehrsentzerrende Maßnahmen geprüft sind und umgesetzt werden können, müssen sich die Putzbrunner wohl noch mindestens bis 2020 gedulden. Das erklärte der stellvertretende Bauamtsleiter Walter Pusch auf Nachfrage. Zunächst müssen die Planungskosten von etwa 25 000 Euro in den Haushalt 2019 aufgenommen und vom Gemeinderat abgesegnet werden. Dann dauere es etwa ein viertel Jahr, bis die Erkenntnisse des Planungsbüros vorliegen. Darin soll bereits der zusätzliche Verkehr durch die rund 20 geplanten Wohnungen an der Parkstraße berücksichtigt werden. Spätestens Mitte 2019 rechnet Bürgermeister Klostermeier mit Ergebnissen. Dann müssen die Kosten möglicher baulicher Veränderungen geprüft und in den Haushalt für 2020 aufgenommen werden. Und erst, wenn der abgesegnet ist, können die Arbeiten beginnen.

Bürger fragen jetzt schon nach

Dass die Theodor-Heuss-Straße voraussichtlich erst in zwei Jahren übersichtlicher wird, dürfte den Putzbrunnern nicht wirklich gefallen. Laut Walter Hois (GPP) fragen die Bürger bereits jetzt nach, wann sich dort etwas ändern würde. Noch müssen sie sich aber gedulden.

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