Qualität geht auch ohne Studiengebühren

Unterhaching - Noch bis Mittwoch läuft in Bayern das Volksbegehren zur Abschaffung der Studiengebühren. Im Landkreis haben schon etliche Gebührengegner ihre Unterschrift gegeben.

Aus der Zwischenbilanz mit einer bayernweiten Wahlbeteiligung von 6,43 Prozent (Stand 25. Januar) sticht die Gemeinde Unterhaching mit 7,22 Prozent deutlich hervor. „Trotzdem darf man sich nicht darauf verlassen, dass der Nachbar schon abstimmen wird“, warnt Ruth Busl. Sie ist die Ansprechpartnerin des Aktionsbündnisses für den Landkreis München. „Wer gegen die Studiengebühren ist, sollte seine Stimme abgeben. Und am besten noch zwei Freunde oder Verwandte mitbringen.“

Um noch mehr Wähler über das Volksbegehren zu informieren und darauf aufmerksam zu machen, betätigen sich die Beteiligten des Aktionsbündnisses als „Rathauslotsen“, verteilen Flyer und hängen Plakate auf. Einen wichtigen Anteil macht dabei auch die Online-Werbung aus. Nach Busls Erfahrung ist die Gruppe der bis zu 30-Jährigen sehr interessiert an dem Thema, doch es sind vor allem deren Eltern, Großeltern und Urgroßeltern die sich bisher eingetragen haben.

„Natürlich sind die Studenten jetzt noch in der Prüfungsphase“, weiß Busl. Doch auch die „Panikmache der Universitäten“, Tutorien müssten ohne die Einnahmen aus den Studiengebühren gestrichen werden, verunsichere die Studenten. Doch Ruth Busl ist „fest davon überzeugt, dass die Qualität der Hochschulbildung auch ohne Studiengebühren“ erhalten werden kann. „Bayern hatte schon immer Elite-Universitäten. Und eine Investition in Bildung ist immer eine Investition in die Zukunft des Landes.“

Eine Umfrage zum Thema Studiengebühren lesen Sie in der Printausgabe des Münchner Merkur Landkreis München am Montag, 28. Januar.

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