Pkw rammt Kunstwerk: 65 000 Euro Schaden am „Blauen Baum“

Haar - Wieder eine schlechte Nachricht vom „Blauen Baum": Das Kunstwerk am Ahrntaler Platz in Haar ist stärker beschädigt, als nach dem Unfall vor zehn Tagen zunächst angenommen.

Ein 26-Jähriger war mit seinem Auto gegen die 13 Meter hohe Konstruktion aus Stahl und Glas gekracht. Weil der Mast dabei eingeknickt war, hatten die Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Haar den „Blauen Baum“ umgesägt, aus Angst, er könne umfallen (wir berichteten).

Künstler Friedrich Sebastian Feichter reiste daraufhin aus Südtirol an, um gemeinsam mit Rainer Wöhrl, Bauamtsleiter der Gemeinde Haar, nach dem Kunstwerk zu sehen. Ergebnis des Termins: „Der Schaden ist größer, als wir dachten“, sagt Rathaussprecherin Ute Dechent: Nicht nur der Mast, auch der Sockel ist beschädigt, ein Großteil der blauen Glasscheiben gesprungen. Viele Halterungen der Glasscheiben sind verbogen. Obendrauf sei das Pflaster verfärbt, durch Öl, das ausgelaufen war und Bindemittel, das die Feuerwehr eingesetzt hatte.

Unterm Strich, schätzt Ute Dechent, beläuft sich der Schaden auf 65 000 Euro. Unter Umständen könnte die Summe noch steigen. Denn ob auch das Fundament von Feichters Kunstwerk beschädigt ist, wird erst noch untersucht.

Klar ist indes, dass der „Blaue Baum“ wieder aufgestellt werden soll. „Wäre der Fahrer schwer verletzt worden oder gar tödlich verunglückt, hätte der Künstler darauf verzichtet“, sagt Ute Dechent. Der junge Mann hatte bei dem Unfall aber lediglich eine Gehirnerschütterung erlitten. Der Zeitplan der Gemeinde und des Künstlers sieht vor, dass der „Blaue Baum“ spätestens Ende Oktober wieder den nach der südtiroler Partnergemeinde benannten Ahrntaler Platz zieren wird. mcf

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