Reaktion auf Waldhauser-Kritik

- Stellungnahme der Verwaltung

Grünwald (msc) - Die Gemeinde Grünwald sieht die ständig zunehmende bauliche Verdichtung im Ort mit Sorge und will das Problem jetzt im Ausschuss für Planung und Entwicklung behandeln. Damit reagiert Bürgermeister Jan Neusiedl (CSU) unter anderem auf die Kritik von Heimatpfleger Hans Waldhauser, der seinen Unmut über den Stilbruch und die Verschandelung der Landschaft ausgedrückt hatte (wir berichteten im Dezember ausführlich).

Die Verwaltung im Rathaus setzte sich in der Zwischenzeit mit den Vorwürfen auseinander und nahm jetzt im Gemeinderat Stellung. Als Beispiel für eine Bausünde nannte Waldhauser den Durchstich eines Moränenhügels am Koglerberg. "Die Gemeinde hätte", so heißt es in der Stellungnahme der Verwaltung, "einen qualifizierten Bebauungsplan erlassen können". Die Zulässigkeit des Bauvorhabens zu klären, sei jedoch aufgrund der vorhandenen Umgebungsbebauung in der Moräne kein Leitgedanke des damaligen Bauausschusses gewesen.

Scharfe Kritik übte Architekt und Gemeinderat Jens-Peter Oldenbourg (PBG) an den Waldhauser-Vorwürfen: "Der selbst ernannte Heimatpfleger hat in seiner Zeit als Gemeinderatsmitglied bei vielen Projekten, die ihm heute missfallen, selbst mit entschieden." Es fehle ihm außerdem an Sachverstand, wenn er eine Baugrube am Koglerberg mit einem Durchstich verwechsle. "Waldhauser hat übrigens selbst eine Hangkante bebaut." Der Gemeinderat habe sich im Gegenteil nichts vorzuwerfen, vielmehr immer alles sehr klar abgewogen. Das Ortsbild seit von jeher auch durch Villen geprägt gewesen, die Vielfalt bestimme den Charakter Grünwalds. Dem stimmte auch CSU-Rat Wilhelm Knittel zu. Allerdings räumte er ein, dass der Geschmack manchmal zu wünschen übrig lasse, etwa bei die Villen im amerikanischen Kolonialstil. Mäßigend und schlichtend schloss Bürgermeister Jan Neusiedl: "Die Grundstücke werden immer dichter bebaut. Auch der Koglerberg hat sich massiv verändert. Da muss man Herrn Waldhauser Recht geben."

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