Viele Hände haben zusammengeholfen, damit die Realschulfamilie so festlich feiern konnte. Foto: bauer

Realschule Aschheim feiert Galaabend im Feststadl

Aschheim - Die Aschheimer sind stolz auf ihren Zusammenhalt. Eine solch lebendige Familie ist auch die Realschule, die mit einem Fest in XXL-Dimensionen die Absolventen verabschiedete.

Für die Schule war es eine Selbstverständlichkeit, den Galaabend im Feststadl in Eigenregie zu stemmen. Konrektor Reinhold Rehbach hatte bei der Begrüßung aufgezählt, wie viele Rädchen der Realschule ineinander gegriffen haben, um das Fest so groß aufzuziehen. „Hier helfen viele Hände zusammen anstatt das Fest einfach auf neudeutsch outzusourcen“, sagte Rehbach.

Vier Monate lang haben Schüler, Eltern und Lehrer gemeinsam auf dieses Fest hingearbeitet. Genauso zusammengearbeitet haben alle auch für den Abschluss der Mittleren Reife. Ein positives Ergebnis harter Arbeit war die Ehrung der besten sieben Schüler, die alle eine Eins vor dem Komma haben. Markus Dieminger aus Aschheim war mit einem Schnitt von 1,18 der Beste des Jahrgangs. Der kleine Wermutstropfen des Abends war die diesmal recht hohe Quote der Schüler, die den angestrebten Abschluss nicht geschafft haben und nächstes Schuljahr einen neuen Anlauf starten müssen. Den 58 jungen Menschen mit der Mitteren Reife in der Hand stehen 13 Zehntklässler gegenüber, die das Ziel nicht erreicht haben. „Wir sind vielleicht einfach zu nett“, sagt Rektor Bernhard Vidoni. So genau konnte er sich die hohe Zahl der durchgefallenen Schüler nicht erklären. Dem Rektor fiel aber auf, dass ein weiteres Jahr Realschule Aschheim für die Wiederholer kein Weltuntergang ist. Einer der 13 Schüler hatte kurz vor den Prüfungen einen Ausbildungsvertrag bereits in der Tasche und trat deshalb gar nicht mehr zu den Prüfungen an.

Die Schüler wurden mit einem großen Fest verabschiedet, sagten aber selbst auch große Worte zum Finale der schulischen Laufbahn. „Ihr künftigen Rentenzahler habt einen weiteren großen Schritt gemacht“, witzelte Kilian Zengler bei der Anmoderation des Abends. Seine Mitmoderatorin Alicia Stünkle wiederum dankte Konrektor Reinhold Rehberg außerordentlich charmant: „Auch wenn er uns nicht immer die volle Punktzahl gegeben hat, ist er von seinem Charakter her die volle Punktzahl wert.“

Nach der finalen Party der jungen Erwachsenen trennen sich nun die Wege in mehrere Richtungen. Etwa die Hälfte des Jahrgangs strebt berufliche Ausbildungen an, während der andere Teil weiter die Schulbank drücken möchte, um für weitere Abschlüsse zu arbeiten. Den Unentschlossenen machte die Elternbeiratsvorsitzende Blanka Lausch Mut: „Es ist nicht schlimm, wenn ihr jetzt noch nicht wisst, was ihr später machen wollt.“ nb

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