Johann Wolfgang Robl, Schulleiter.Foto: FKN

Realschule verliert Neuzugänge

Ismaning - Nicht jeder ist voller Vorfreude auf das Ismaninger Gymnasium. Johann Wolfgang Robl, Rektor der Realschule, betrachtet mit Sorge die Neuordnung der Schullandschaft im Münchner Norden.

In der Sitzung des Schulzweckverbands stellte er sein Haus vor und machte deutlich, dass die breite Ausrichtung unbedingt erhalten bleiben sollte. 2004 hatte die Realschule noch 852 Schüler, heute sind es noch 576. Robl zeigte auf, dass diese Verkleinerung eine Folge der Neubauten weiterer Realschulen in Aschheim und Eching sei. Aktuell besuchen etwa 80 Jugendliche die fünfte und sechste Jahrgangsstufe, ab der siebten Klasse seien es dann rund 100 mit den Überläufern aus dem Gymnasium.

Die späteren Zugänge der Realschule bezeichnet Robl als „eine pädagogische Herausforderung, weil diese Jugendlichen schulgefrustet sind“. Die Johann-Andreas-Schmeller-Realschule sieht in den fünften und sechsten Klassen eine gebundene Ganztagsschule vor und bietet dann vier Wahlzweige an, Mathematik, Wirtschaft, die weitere Fremdsprache Französisch oder Kunst. „Ein weiterer Rückgang der Schüler ab der fünften Klasse wäre dramatisch“, sagte Robl. So könnten Wahlzweige wegfallen. „Passen Sie bitte mit auf, dass wir nicht auf zwei Wahlpflichtfächer schrumpfen“, lautet seine Botschaft an den Zweckverband mit dem Landkreis sowie den Kommunen Ismaning, Garching und Unterföhring. Das gute Angebot hänge an diesen Wahlmöglichkeiten.

Bürgermeister Alexander Greulich hielt dem entgegen, dass Ismaning derzeit sehr schnell wachse - sogar mehr als beabsichtigt. Man baue auch die Grundschulen aus, so dass künftig pro Jahrgang mehr Jugendliche an die weiterführenden Schulen kämen. Auch Landrat Christoph Göbel (CSU) betonte, dass es in der Bildungspolitik darum gehe, das bestehende Angebot weiter zu stärken. Deshalb solle in Haar die zweite FOS/ BOS des Landkreises kommen.

In der Diskussion stellte Robl Neuerungen vor: Eingeführt wurde der Mittwoch als Kommunikationstag, die 48 Lehrer stehen Schülern und Eltern für Gespräche zur Verfügung. Bei der Leistungsüberprüfung setze man weniger auf Exen, sondern teste vermehrt durch Kurzarbeiten, die eine Woche zuvor angekündigt würden. „Für unsere Schule sind das große Schritte“, sagt Robl. Nico Bauer

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