Regina Heinrich ein Glücksfall für Gemeinde

- Vermögen fließt in Bürgerstiftung

Feldkirchen (lia) - Ein Lächeln huschte doch über dasGesicht von Rosina Heinrich, als ihr Bürgermeister Leonhard Baumann die Gemeindemünze in Gold überreichte und sie sich dann ins Goldene Buch der Gemeinde Feldkirchen eintrug. Als "einen Glücksfall für unsere Gemeinde und ihre Bürger" bezeichnete Baumann bei der Festsitzung des Gemeinderates den Ehrengast Rosina Heinrich. Die 75-Jährige gebürtige Feldkirchenerin hat mit ihrem Stiftungsbeitrag von 420 000 Euro den Grundstock für die Bürgerstiftung ihrer Heimatgemeinde gelegt (wir berichteten).

Die Bürgerstiftung ist bislang die einzige derartige Einrichtung im Landkreis München und die sechste in Bayern, sagt Baumann. Sie soll sich für die Belange der Bürger und der Gemeinde einsetzten. Öffentlichkeit und Geldgeber sollen dabei stets über Ziele, Aktivitäten und Mittelverwendung informiert werden.

Neben Baumann bedankten sich auch Max Brand, Fraktinssprecher der CSU, und UWV-Sprecher Karl-Heinz Mahr bei Rosina Heinrich für ihre Großzügikeit. "Am liebsten würde ich sie umarmen", sagte Karl Heinz Schmidt, Fraktionssprecher der SPD. Heinrich sei für ihn ein wahres Beispiel der christlichen Nächstenliebe.

Der Landtagsabgeordnete und Rechtsanwalt Engelbert Kupka hatte an diesem Abend die Aufgabe, die Satzung der Stiftung zu erläutern. Auch er bedankte sich bei Heinrich, einer "bescheidenen Frau mit großem Herzen". Diese Beschreibung trifft wohl den Charakter der 75-Jährigen. Sichtlich unwohl fühlte sie sich, so im Mittelpunkt zu stehen.

Auf die Frage, ob sie nicht daran gedacht habe, das Geld für Kreuzfahrten oder andere Reisen zu verwenden, antwortet Regina Heinrich knapp: "Nein, eigentlich nicht. Ich fühle mich wohl in Feldkichen."

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