Am Altar der evangelischen Kirche: (v.l.) Pfarrer Klaus Gruzlewski, Dekan Mathis Steinbauer, Regionalbischöfin Susanne Breit-Kessler, Pfarrerin Barbara Hopfmüller, Bürgermeister Edwin Klostermeier, Referent Friedemann Steck und Pfarrer Christoph Nobs. Foto: rabe

Regionalbischöfin Susanne Breit-Kessler überzeugt sich von ökumenischer Gastfreundschaft

Putzbrunn - Hoher Besuch im ökumenischen Kirchenzentrum Putzbrunn: Regionalbischöfin Susanne Breit-Kessler war im Rahmen ihrer Visitation in der evangelischen Kirchengemeinde der Jubilatekirche zu Gast.

Bei ihrem ganztägigen Besuch verschaffte sich die Regionalbischöfin einen ersten Überblick und lernte die Kirchengemeinde kennen. Auf den hohen Besuch mussten Pfarrer Klaus Gruzlewski und Pfarrerin Barbara Hopfmüller lange warten, denn die letzte Visitation fand bereits vor 28 Jahren statt. „Das ist schon etwas ungewöhnlich, dass es so lange gedauert hat“, merkte Dekan Mathis Steinbauer an.

Nach einem gemeinschaftlichen Gottesdienst und der Besichtigung der evangelischen und katholischen Kirche stand die erste gemeinsame Gesprächsrunde an. Mit dabei waren auch der katholische Pfarrer Christoph Nobs sowie Putzbrunns Bürgermeister Edwin Klostermeier. Im Mittelpunkt stand das ökumenische Gemeindezentrum Putzbrunn, das beide Konfessionen unter einem Dach verbindet.

Das enge Zusammenleben der evangelischen Pfarrgemeinde St. Martin und der katholischen Pfarrei St. Stephan beschrieb Pfarrerin Hopfmüller als „ökumenische WG mit großer Gastfreundschaft“. In Zukunft soll das gute Verhältnis auch bei gemeinsamen Gottesdiensten weiter gepflegt werden. „Das evangelische Abendmahl ist offen für alle“, unterstützt Regionalbischöfin Breit-Kessler die Idee.

Neben dem positiven Miteinander hat das Kirchenzentrum allerdings auch mit Problemen zu kämpfen. Pfarrerin Barbara Hopfmüller wies darauf hin, dass noch einige Aufgaben zu bewältigen sind. „Wir müssen versuchen, die Kirche im Ort noch bekannter zu machen und Neubürger zu informieren.“ Auch der Generationenwechsel und der damit verbundene Schwund ehrenamtlicher Helfer mache der Pfarrei zu schaffen. „Da haben wir auch einen Lernprozess zu absolvieren. Wir müssen auf die Leute zugehen und nicht warten, dass sie zu uns kommen“, sagt Breit-Kessler.

Nach der Gesprächsrunde besuchte die Regionalbischöfin Gemeindegruppen und sprach mit den Konfirmanden und dem Kirchenvorstand.

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