Das Team der Freien Bürger Unterschleißheim: (v.l.) Gerhard Kappler (Medien), Vorsitzender Martin Reichart, Stellvertreterin Caroline Schwarz, Heide Kraus-Preiss (Delegierte), Schriftführer Uwe Merckens, Delegierte Heidi Kurz, Landtagsabgeordneter Nikolaus Kraus. Foto: GEFÖ

Reichart prangert ausufernde Baukosten an

Unterschleißheim - Stadtrat Martin Reichart bleibt für weitere drei Jahre Vorsitzender der Freien Bürgerschaft (FB) Unterschleißheim. Bei den Vorstandswahlen auf der Jahreshauptversammlung der FB rückte Caroline Schwarz auf den Stellvertreterposten. Der bisherige Vize, Betriebswirt Andreas Schmitz, trat aus beruflichen Gründen nicht mehr an.

Ebenfalls neu besetzt im Vorstand ist der Posten des Pressesprechers. Bisher war Uwe Merckens als Schriftführer und Pressereferent zugleich tätig. Künftig wird Merckens als Schriftführer amtieren, Gerhard Kappler den Kontakt zur Presse halten.

Für seine neue Amtszeit kündigte Reichart an, sich mit seiner Stadtratskollegin, Heidi Kurz, weiterhin „kräftig in die Kommunalpolitik einzumischen“. Im Stadtrat hat Reichart auch den Fraktionsvorsitz inne. Wichtig ist ihm auch das 2016 anstehende Jubiläum „60 Jahre Freie Bürgerschaft“: „Für die Feierlichkeiten werden wir etwas ganz Besonderes vorbereiten.“

Reichart versprach, weiterhin einen engen Kontakt zur FB-Basis zu halten. In diesem Sinne berichtete er den Mitgliedern von Maßnahmen in Unterschleißheim, die im Stadtrat sein Missfallen erregten. Als ärgerlich empfindet er, dass die Kosten für das Kinderhaus in der südlichen Ingolstädter Straße zwischenzeitlich auf 5,8 Millionen Euro stiegen. „430 000 Euro mussten erneut nachgefasst werden.“ Die „unerwarteten Mehrkosten“ würden nun über den Nachtragshaushalt abgewickelt. Dass dem Zimmerer „versehentlich“ 16 000 Euro zu viel ausgezahlt wurden, passt laut Reichart wie die Faust aufs Auge. Da die Firma inzwischen pleite sei, sei das Geld verloren.

Ebenso nicht nachvollziehbar ist seiner Ansicht nach, dass sich die Kosten für das Personalwohnheim im Monikaweg von 450 000 Euro auf 910 000 Euro verdoppelten. „Das sind doch bloß vier Wohnungen mit je 45 Quadratmetern.“ Das Personalwohnheim ist ein städtisches Projekt. Das Rathaus will in den Wohnungen Beschäftigte aus dem sozialen Sektor unterbringen, wie etwa aus der Senioren- oder der Kinderpflege. Erfreulich verlief seiner Ansicht nach das Einheimischenprojekt in Lohhof Süd. „Da gab es einen richtigen Run.“ 180 Bewerber hätten sch für die 17 Grundstücke interessiert. Reichart erinnerte auch daran, dass die Pläne für den sechsspurigen Ausbau der A 92 derzeit im Bauamt, im dritten Obergeschoss des Rathauses, zur Einsicht ausliegen. Andreas Sachse

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