22.6. - 1.7. in Garmisch-Partenkirchen

Festival in Garmisch-Partenkirchen

"Die andern komponieren, ich mach' Musikgeschichte!" wird Richard Strauss, der für seine trocken-pointierten Bonmots berühmt war, zitiert.

Er erneuerte den Orchesterklang, revolutionierte die Oper, schuf Meisterwerke der Kammermusik und großartige Orchesterwerke. Beim Richard-Strauss-Festival werden sie von international renommierten Künstlerinnen und Künstlern interpretiert, die so dem wichtigsten bayerischen Komponisten die Ehre erweisen.

Ein herausforderndes Hornkonzert

Die Wiener Symphoniker zählen zu den renommiertesten europäischen Spitzenorchestern und sind bekannt für ihren "typischen" Wiener Klang. Auch Richard Strauss war als Dirigent begeistert von der Zusammenarbeit mit diesem wundervollen Orchester. Das Programm des Konzerts am Samstag, den 23. Juni, ist spannungsreich und beginnt mit einem Werk, das Strauss mit 18 für seinen Vater Franz, komponiert hat. Das 1. Hornkonzert bietet einem Solisten viele Möglichkeiten, mit technischem Können und Virtuosität zu beeindrucken.

Vater Strauss, der angesehenste Waldhornist seiner Zeit, lehnte es jedoch ab, das Werk zu spielen. "Zu schwer" lautete sein Kommentar. Alessio Allegrini, der virtuose italienische Hornist, beherrscht das Stück mit Bravour und spielt es sehr erfolgreich bei seinen Konzerten in aller Welt.

Die Frage nach dem Sinn des Lebens

Im folgenden Schlüsselwerk der Moderne "The Unanswered Question" kreist der amerikanische Komponist Charles Ives in kurzen sechs Minuten um die Frage nach dem Sinn des Lebens - die Antwort, wie schon der Titel sagt, bleibt offen. Der zweite Teil des Abend schließt programmatisch an das Eröffnungskonzert an: Mit der 6. Symphonie, der Pathétique, vollendete Pjotr Iljitsch Tschaikowski sein Lebenswerk und schuf eines der ergreifendsten Werke der Musikgeschichte. Der spanische Dirigent Gustavo Gimeno leitet dieses besondere Konzert.

Und noch eine Premiere: Das Konzert auf dem Wank am Sonntag, den 24. Juni, verbindet die atemberaubende Natur des Werdenfelser Landes mit der Musik. Ob man zu Fuß oder bequem mit der Wankbahn den Gipfel erklimmt, der Weg nach oben ist schon ein Erlebnis für sich und stimmt das Publikum ein auf das, was noch folgt.

Richard-Strauss-Festival 2018: Impressionen

Hochgenuss: Kulturell und kulinarisch

Auf der Terrasse der Sonnenalm wartete nicht nur der allerschönsten Blick auf Deutschlands höchsten Berg, die Zugspitze, sondern auch ein dreigängiges Dinner auf den hungrigen Musikfreund. Das Küchenteam auf der Sonnenalm komponiert ein fein abgestimmtes Menü für die Gaumenfreuden vor dem Konzert der acht Hornisten des Bayerischen Staatsorchesters. Sie spielen ein Programm mit dem Titel "Von der Renaissance zum Rosenkavalier" und nehmen das Publikum mit auf eine unterhaltsame musikalische Reise durch die verschiedenen Epochen. Mit diesem Konzertformat hätte auch Richard Strauss, der der kulinarischen Genüssen nicht abgeneigt war, sicher seine Freude gehabt.

Nach dem Konzert kann man noch einen letzten langen Blick auf die Zugspitze genießen und anschließend mit der Wankbahn talwärts schweben, begleitet von den Erinnerungen an die herrliche Musik und die traumhaft schöne Landschaft.

Alles zum Festivalprogramm finden Sie unter www.richard-strauss-festival.de

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