Richter stellen klar: Werbeanrufe ohne vorherige Einwilligung sind verboten

Haar - Die Gemeindewerke Haar GmbH haben Recht bekommen: Telefonanrufe zu Werbezwecken sind verboten, wenn der Angerufene dazu vorher keine Einwilligung gegeben hat.

 Zu diesem Urteil ist jetzt das Landgericht München gekommen – und hat damit einer Unterlassungsklage gegen einen Mitbewerber der Gemeindewerke Haar GmbH stattgegeben. Das Urteil mit dem Aktenzeichen 1 HK O 6406/16 stellt fest, dass es einem auswärtigen Stromanbieter bei Androhung eines Ordnungsgeldes bis zu 250 000 Euro untersagt ist, Kunden der Gemeindewerke ohne vorheriger Einwilligung anzurufen, um für Stromprodukte zu werben. 

„Es kommt regelmäßig vor, dass Kunden sich bei uns melden, weil sie Ärger mit einem neuen Stromversorger haben und nicht wissen, wie sie aus dem Vertrag herauskommen“, wird Rainer Mendel, Vertriebsleiter der Gemeindewerke Haar in einer Pressemeldung zitiert. Oftmals würden bei Lockangebote formuliert, die schon wenig später nicht mehr gelten. 

In die Hände spiele häufig auch, dass viele Menschen die Vertragsbedingungen nicht genau lesen. Walter Dürr, Geschäftsführer der Haarer Gemeindewerke, bittet daher alle, die solche Werbeanrufe erhalten, sich mit den Gemeindewerken in Verbindung zu setzen, unter Tel. 089/45 69 91 60. Wichtig ist es, sich zu merken, in wessen Auftrag der Werbeanruf kam.

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