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Fingerspitzengefühl und Augenmaß sind notwendig, um den Krug in der hölzernen Rinne nicht zu kurz und nicht zu weit sausen zu lassen.

Riesen-Gaudi mit den rasenden Masskrügen

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Ein neues Partyspiel haben sich einige Dornacher ausgedacht. Und damit offensichtlich einen Volltreffer gelandet.

DornachDie rasenden Masskrüge von Dornach stellten alles in den Schatten, von der Kirtahutschn bis hin zum perfekten Wetter. Mit einem neuen Spiel warteten die Ortsvereine beim Kirchweih-Fest auf dem Haller-Hof auf und trafen den Geschmack der Gäste.

Mehrere Dornacher hatten das Holzkonstrukt gemeinsam gebaut, bei dem ein mit Wasser gefüllter Masskrug in einer Rinne angeschoben wird. Kommt dieser etwa zehn Zentimeter vor dem Ende der Bahn zum Stehen, gewinnt der Mitspieler eine Frei-Mass Bier. Bei einem einzigen Euro Einsatz für drei Versuche war der Reiz bei groß, sich so ein Freigetränk zu erspielen. „Die Idee haben wir schon länger im Kopf und jetzt haben wir sie mit mehreren Helfern umgesetzt“, sagte Günter Schenkl, der Kommandant der Dornacher Feuerwehr. Es sei kein allzu großes Problem gewesen, eine Gruppe geeigneter Handwerker für den Bau des Partyspiels zusammenzubekommen. Die Masskrug-Bahn hat an ihren Rändern Markierungen, die etwas über das Talent des Masskrug-Schiebers sagen: Sie reichen von „Nix Do“ über „Anfänger“, „Schwächling“, „Warmduscher“, „Des war Nix“ und „Luser“ bis hin zu „Weng Zweng“. Am Ende der Bahn, hinter der Freibierzone, krachten die zu fest angeschobenen Krüge in einen Wasserbottich. Schenkl kann sich gut vorstellen, dass dieses Partyspiel künftig bei allen Dornacher Festivitäten aufgebaut wird.

Der Klassiker der Kirchweih ist die Kirtahutschn, die größte Schaukel in der Gemeinde Aschheim. Die Burschen aus dem Dorf gaben an beiden Seiten die Anschieber und dann ging es hoch hinaus für Jung und Alt. Gastgeber Michael Haller, auf dessen Hof in der Ortsmitte das Fest traditionell stattfindet, war überrascht, dass die immer hohe Besucherzahl – dank des schönen Herbsttages noch einmal deutlich getoppt wurde. „Wir haben mehr Biergarnituren als sonst aufgestellt“, sagte Haller, der mit anderen Blasmusikern aus Aschheim und Dornach die Gäste unterhielt.

Der Erlös des Kirchweihtages in Dornach wird wie immer zwischen allen örtlichen Vereinen aufgeteilt und kommt damit der funktionierenden Dorfgemeinschaft zugute.

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