Typisierungsaktion in Aschheim

Blutkrebs: Rinah (12) braucht einen Knochenmarkspender

Aschheim - Rinah (12) ist derzeit das beherrschende Thema in Aschheim. Vor sieben Wochen wurde bei dem jungen Mädchen das Myelodysplastische Syndrom festgestellt. Das lebenslustige Mädchen hat Blutkrebs und benötigt zum Überleben eine Stammzellenspende. Alle Aschheimer wollen helfen. Mit einer Typisierungsaktion für eine Knochenmarkspende.

In Aschheim sollen bei einer großen Typisierung am Sonntag, 26. Juli, über 1000 Menschen typisiert und als mögliche Lebensretter registriert werden. Vor sieben Wochen wurde bei Rinah Blutkrebs diagnostiziert, als eigentlich mit einer Untersuchung eine Entzündung des Blinddarms ausgeschlossen werden sollte. Seither ist Rinah auf Blutkonserven angewiesen und hat eine Krankheit mit einem ständigen Auf und Ab. „Sie ist ja alt genug, um ihre Blutwerte lesen zu können“, sagt Vater Kieran Smolka. Mutter Patricia Scheer fühlt sich wie im falschen Film: „Man steht nicht mehr in seinem eigenen Leben und alles ist wie in einem Paralleluniversum.“ Sie freut sich aber sehr über die große Anteilnahme der Menschen. Rinah liest auch die vielen lieben und Mut machenden Botschaften im Gästebuch auf der Internetseite.

Die Familie von Rinah erfährt große Unterstützung von Freunden und Aschheimer Bürgern. So wurde in Zusammenarbeit mit der DKMS, der größten deutschen Knochenmarkspenderdatei, die Typisierungsaktion ins Leben gerufen, bei der am Sonntag, 26. Juli, mehr als 1000 Menschen erwartet werden. 

Derzeit gibt es in der Gemeinde Aschheim noch viel Luft nach oben, weil erst 317 Aschheimer in den weltweiten Datenbanken registriert sind. Und vier Menschen aus der Gemeinde haben schon mit einer Knochenmarkspende helfen können, ein Leben zu retten. Eine gute Quote, die Mut macht. Für den Aktionstag haben schon 110 Helfer zugesagt. Unter anderem stellt sich eine Reihe von Ärzten bei der Massen-Blutabnahme in den Dienst der guten Sache.

Jeder soll kommen zur Typisierungsaktion am 26. Juli

Auch der Schauspieler Götz Otto hilft mit als Schirmherr, zusammen mit Aschheims Bürgermeister Thomas Glashauser. Der Schauspieler, der seine größte Rolle bei James Bond „Der Morgen stirbt nie“ hatte, ist ein Freund der Familie und bat gestern in Aschheim bei einem Pressegespräch um Unterstützung für Rinah und ihre Familie.

Auch Bürgermeister Thomas Glashauser fordert die Aschheimer zur Hilfe auf: „Natürlich ist die Wahrscheinlichkeit klein, bei der Typisierung den passenden Stammzellenspender für Rinah zu finden. Es wäre aber eine Aktion mit Vorbildcharakter.“

Ziel für die Typisierung am 26. Juli von 10 bis 15 Uhr im Feststadl Aschheim an der Eichendorffstraße ist es, dass mehr als 1000 Menschen in die weltweite Datei aufgenommen werden. Gefunden werden muss eine Art genetischer Zwilling, dessen Stammzellen zu Rinah passen. Bei der Typisierung müssen nur fünf Milliliter Blut entnommen werden, ein schmerzloser Vorgang. Parallel werden Spenden gesammelt, um die Kosten der Typisierungen herein zu holen. Jede Typisierung kostet 50 Euro, weshalb etwa 50 000 Euro benötigt werden, um die Kosten für die Aschheimer Aktion zu decken. 

Spendenkonto: So können Sie auch helfen 

Spenden werden entgegen genommen auf dem Konto: Deutsche Knochenmarkspende, Iban DE38 7025 0150 0028 1575 92

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