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Die Volleyball-Halle brennt im Februar 2015 komplett aus

Millionenschaden im Robertobeach-Club

Aschheimer Feuerteufel vor Gericht

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Aschheim - Edilson Cesar P. soll den Robertobeach-Club angezündet haben. Nun steht er vor Gericht. Mit dem Prozess beginnt für Geschäftsführer Robert Finkel ein neues Kapitel eines harten Kampfes.

Robert Finkel macht weiter. Die Halle steht schon wieder.

Es war am 9. Februar 2015, als Edilson Cesar P. mutmaßlich Robert Finkels Welt erschüttert hat. Der damals 22-jährige (heute 23) Hilfskoch des Robertobeach-Clubs soll die gläserne Volleyballhalle des Aschheimer Eventparkes abgefackelt haben. „Das hat mir den Boden unter den Füßen weggezogen“, sagt der Geschäftsführer, der den Beachclub samt Außenanlagen, Cocktailbar, Restaurant und Beachvolleyball-Plätzen vor mehr als zehn Jahren aufgebaut hat. Nun wird Finkel bald ziemlich sicher auf seinen ehemaligen Mitarbeiter treffen: Am heutigen Dienstag beginnt der Prozess am Münchner Landgericht gegen P. Finkel und einige Beachclub-Angestellte werden aussagen. Der 53-Jährige sagt über P.: „Nicht ich trage ein Paket mit mir herum, sondern er.“

Laut Anklage knackte P. in der Nacht auf den 9. Februar einen Bürocontainer auf dem Gelände. Die Staatsanwaltschaft vermutet, dass er dort den Schlüssel fand für die Beachvolleyball-Halle. In dem Gebäude soll er zuerst 200 Euro aus einem Tresor gestohlen haben, den er mit einem Zahlencode geöffnet haben soll. Ihm wird vorgeworfen, dass er anschließend sowohl im Couchbereich im Obergeschoss der Halle als auch in der Küche im Erdgeschoss ein Feuer legte. Die Beachvolleyball-Halle brannte komplett aus. Schaden: 2,02 Millionen Euro.

Der Robertobeach-Club ist auf der Kippe gestanden

Seitdem hat der Eventpark geschlossen. Schließlich zerstörte das Feuer nicht nur die Volleyball-Felder, sondern auch unter anderem Toiletten und Abwasseranlagen. Für den Geschäftsmann Finkel war das Jahr ab dem Brand sehr schwierig. Der 53-Jährige musste sich erst einmal sammeln. Er dachte daran hinzuschmeißen. Das gibt er heute offen zu. „Ich war ein paar Monate außer Gefecht. Du kannst so kurz danach keine Entscheidung fällen: Soll ich weitermachen oder nicht“, sagt er.

Finkel hat weitergemacht. Ein Grund dafür war freilich, dass die Versicherung den Schaden zahlte. Aber auch „die unglaubliche Anteilnahme“ von Stammgästen und Freunden hätten ihn und seine zehn Mitarbeiter ermutigt, den Robertobeach-Club wieder aufzubauen, wie Finkel sagt: „Wir haben soviel Zuspruch erfahren. Wir waren alle sehr gerührt.“

Im Frühjahr soll der Eventpark wieder eröffnen

Am Eventpark Aschheim steht inzwischen eine von ehemals zwei Hallen wieder. Darin befinden sich unter anderem drei Volleyball-Felder und eine Eventarea mit Pool. Die Bauarbeiten stecken in den letzten Zügen. Lediglich Dinge wie die Heizung oder Elektronik funktionieren noch nicht – „Kleinigkeiten“, wie Finkel sagt. „Im Frühjahr wollen wir neu eröffnen.“

Doch nun steht erst einmal der Gerichtsprozess gegen P. an. Finkel weiß heute immer noch nicht, warum der ehemalige Kollege die Halle in Brand steckte. Er hofft, dass P. inzwischen bewusst sei, dass er den Kollegen ein schwieriges Jahr bereitet habe. „Der Beachclub, das bin ja nicht nur ich, sondern auch Mitarbeiter und Lieferanten. Da steckt einfach Leben drin.“

rat

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