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Die Lage ist gut, dennoch stellt das „Rondell“ im Bürgerhaus Garching hohe Anforderungen an den Betreiber.

Bewerbungsphase bis Ende August

Das „Rondell“ im Garchinger Bürgerhaus sucht einen neuen Pächter

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Garching - Seit Februar steht das Rondell im Bürgerhaus Garching leer. Nun hat die Stadt Garching das Restaurant zur Neuverpachtung ausgeschrieben. Doch die Aufgaben an den neuen Pächter sind hoch.

Gesucht wird ein Betreiber, „der mit einem innovativen Konzept und durch kreative Impulse überzeugt“, heißt es in der Anzeige der Stadt Garching. Die große Herausforderung ist, dass der neue Pächter sozusagen eine Doppelaufgabe zu erfüllen hat. „Er muss den Spagat schaffen zwischen dem Restaurantbetrieb einerseits und Veranstaltungen mit mehreren hundert Personen andererseits“, sagt Harald Jakesch. Er ist als Chef der Liegenschaftsverwaltung der Stadt Garching zuständig für das Objekt.

Bis spätestens 1. Januar 2017 soll die Neuverpachtung für die Gaststätte mit ihren 140 Plätzen, den vier Kegelbahnen (40 Plätze) und dem Ratskeller (50 Plätze) erfolgen. Ob das gelingt, will Jakesch nicht beschwören. Er sei diesbezüglich „nicht super optimistisch“, räumt er ein. „Wir warten jetzt mal ab, ob und was für Angebote reinkommen“, sagt Jakesch „Es ist aber kein Geheimnis, dass es nicht ganz einfach ist, einen Pächter für so eine Gaststätte zu finden. Andere Gemeinden haben das gleiche Problem.“ 

Auch die vorherigen Pächter, Thomas Winkler und Küchenchef Boris Pachov, hatten mit dem Rondell ihre Probleme. Es werde „immer schwieriger, ein Objekt in dieser Größe zu betreiben“, hatte Winkler voriges Jahr erläutert, wenn man an einem Abend nur fünf, am nächsten Abend aber 25 Mitarbeiter brauche. Darüber hinaus führte der Gastronom damals die anstehende Sanierung des Bürgerhauses als Grund an, weshalb er den Mietvertrag mit der Stadt nicht verlängert hatte.

Dieses Problem ist inzwischen umso drängender, da der Stadtrat beschlossen hat, die Renovierung auf 2017 und 2018 zu verschieben – weil die Kosten explodiert und keine Angebote für die Dachsanierung eingegangen waren. Wobei Harald Jakesch betont: „Die Gaststätte ist von der Renovierung kaum betroffen, da müssen nur ein paar Fenster ausgetauscht werden.“ Jedoch wird es während der Sanierung monatelang keine Veranstaltungen im Bürgerhaus Garching geben. „Für diese Zeit müsste man dann Sonderkonditionen vereinbaren“, sagt Jakesch.

Bis Ende August können Interessierte ihren Hut in den Ring werfen. Danach werde die Stadtverwaltung die Bewerbungen sichten und potenzielle Kandidaten einladen, damit sie ihr Konzept im Stadtrat vorstellen.

Ob man im „Rondell“ weiter auf deutsche respektive bayerische Küche setzen soll, wagt Harald Jakesch zu bezweifeln – auch angesichts der neuen Konkurrenz durch den Augustiner, der in knapp zwei Monaten eröffnen wird (wir berichteten). „In diesem Punkt muss man vielleicht umdenken“, sagt Jakesch, der den Namen des Restaurants jedoch möglichst beibehalten will: „Es ist sicher nicht sinnvoll, wenn man das alle paar Jahre ändert. Ich gehe davon aus, dass die Gaststätte auch weiterhin ,Rondell’ heißen wird.“

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