"Rost im Forschungsreaktor ist ungefährlich"

Garching - Der Forschungsreaktor FRM II in Garching ist sicher. Daran ändern auch die Ablagerungen an der Wand des Reaktorbeckens nichts.

Zu diesem Schluss kommt das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit und beantwortet damit eine schriftliche Anfrage der Grünen-Landtagsabgeordneten Ludwig Hartmann und Susanna Tausendfreund.

Hintergrund der Anfrage sind Korrosionsprobleme am Forschungsreaktor, die Kritiker des Reaktors als gefährlichen Rost einstufen. Das Staatsministerium hingegen spricht von einer „sehr dünnen Ablagerung von Eisenoxid“. Diese habe unter anderem der TÜV Süd untersucht und als „nicht sicherheitstechnisch relevant eingestuft“.

Die Untersuchung habe ergeben, dass die Schicht aus Eisenoxid „nur einige Millionstel Millimeter dick ist und keinen Einfluss auf die Integrität und Dichtheit des Reaktorbeckens hat“. Die Ursache für die Ablagerung führt das Ministerium auf „im Beckenwasser gelöste Stoffe“ zurück, „die sich im Laufe der Zeit an der Reaktorwand ablagern“.

In der Folge dieser Einschätzung will das Ministerium in Zukunft keine zusätzlichen Sicherheitsmaßnahmen ergreifen. Allerdings, so ist in dem Antwortschreiben zu lesen, wird wohl darüber nachgedacht, zukünftig Ersatzbauteile zu verwenden, deren Material eine „Korrosion über den Zeitraum der Laufzeit der Anlage bestmöglich“ ausschließen kann. Als Kontrolle soll es regelmäßig eine „Sichtprüfung“ geben.

Die Grünen-Abgeordneten Hartmann und Tausendfreund hatten zudem danach gefragt, ob „Ablagerungen dieser Art in ähnlichem Umfang“ auch an den Reaktorbecken anderer kerntechnischer Anlagen und anderer Forschungsanlagen vorliegen. Eine Antwort darauf gibt das Ministerium nicht. mm

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