Rotstift für soziale Einrichtungen

- Sparzwang in Ottobrunn trifft Kinderkrippe und Senioren

Ottobrunn (cr) - Der Sparzwang der Gemeinde Ottobrunn hat auch Auswirkungen auf die sozialen Einrichtungen. Dass der Verwaltungshaushalt ein Minus von rund 1,1 Millionen Euro aufweist (wir berichteten), veranlasste den Hauptausschuss in seiner jüngsten Sitzung, Unterstützungsanträge für eine Kinderkrippe wie für das Haus der Senioren vorläufig zurückzustellen.

Die Krippen-Initiative Ottobrunn hatte einen Antrag auf finanzielle Unterstützung zur Einrichtung einer privaten Kinderkrippe gestellt. Obwohl kein Zweifel über den Bedarf einer solchen Einrichtung bestehe, hätte in der momentanen Situation "jeder, der das zu beschließen wagt, unverantwortlich gehandelt", sagte Bürgermeisterin Sabine Kudera dem Münchner Merkur. Trotz riesiger Nachfrage nach Kinderkrippenplätzen hielt sich der Ausschuss dem entsprechend mit einer Zusage zurück.

Auch dem Haus der Senioren, das die Erweiterung des Aufenthaltsraumes beantragt hatte, konnte der Ausschuss momentan nichts versprechen. Die Maßnahme fällt um 30 000 Euro teurer aus als ursprünglich mit 50 000 Euro veranschlagt. Wegen dieser Differenz hatten sich die Senioren an die Gemeinde gewandt. Aber selbst, wenn die Senioren die Hälfte auf eigene Kosten übernähmen, konnte der Ausschuss nicht zustimmen.

Ein Arbeitskreis solle nun erst ein Gesamtkonzept ermitteln, das genau erkennen lässt, was sich die Gemeinde noch leisten kann, sagte Kudera. Dann werde neu entschieden.

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