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Gute Mienen in schwieriger Zeit: Alfred Pfeuffer, Leiter der Volkshochschule Haar, und Haars Bürgermeisterin Gabriele Müller.

Volkshochschule Haar

Volkshochschule hat finanzielle Probleme

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Haar - Das laufende Jahr wird für die Volkshochschule Haar ein schweres. Die Rücklagen sind auf einen kritischen Wert geschmolzen. Nur steigende Teilnehmerzahlen können helfen, die wirtschaftliche Leistungskraft zu erhalten.

 „Jeder, der Lernen will ist bei uns richtig“, sagt Alfred Pfeuffer, der Leiter der Haarer Volkshochschule. Gut 16 000 Menschen haben dieses Angebot im vergangenen Jahr angenommen, und Kurse in den Sparten Gesundheit, Sprachen, Kultur, Kunst, EDV und Musik belegt. Die Zahl der Kursteilnehmer muss aber deutlich steigen, soll die Einrichtung weiterhin leistungsfähig bleiben. Denn ein Blick in den Haushalt zeigt, dass die Grenze der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit erreicht ist. Pfeuffer will, dass mehr Teilnehmer den Lehrbetrieb, aber auch die Kosten für Reinigung, Strom und das Personal der Verwaltung nicht nur decken, sondern einen „Gewinn“ erwirtschaften. Dieser soll dann wieder in soziale Projekte, Investitionen oder in die Rücklagen fließen. Hatte die Volkshochschule vor gut zwei Jahren noch 162 000 Euro auf der hohen Kante, sind davon zum Ende des Jahres 2015 lediglich knapp 35 000 Euro an Reserven übrig. Zu wenig. Der Grund dafür, dass gut 50 000 Euro mehr ausgegeben worden sind, liegt vor allem in den gestiegenen Personalkosten und in Ausgaben für den Bürobetrieb begründet, im Umzug in das neue Gebäude und in den einhergehenden, höheren Bewirtschaftungskosten. Aber auch die Nachmittagsbetreuung an Mittelschule und Gymnasium hat Geld gekostet. Auf der Einnahmenseite in Höhe von 1,638 Millionen Euro kommen zwei Drittel, 934 00 Euro, aus dem Lehrbetrieb und ein Drittel aus Zuschüssen von Gemeinde oder Landkreis. Bei den Ausgaben schlagen die Personalkosten für Verwaltung, Bewirtschaftung und Pädagogen mit 684 215 Euro am stärksten zu Buche, gefolgt von den Honoraren für die Kursleiter in Höhe von 468 422 Euro. „Wir haben bereits zwei Mitarbeiter in der Verwaltung eingespart und werden künftig auch Kurse straffen und zusammenlegen“, sagte Pfeuffer. Die Sparpolitik soll aber keine Einbußen bei der hohen Qualität der Kurse nach sich ziehen. Vielmehr will man das Angebot näher an den Wünschen der Teilnehmer ausrichten. Fast die Hälfte der Besucher nähmen die Angebote der Sparte Gesundheit wahr, „hier sind auch die größten Möglichkeiten der Überdeckung eines Kurses möglich“, sagte Pfeuffer. Dass die Turnhalle an der Friedrich-Ebert-Halle für die Gesundheitskurse lange Zeit nicht zur Verfügung stand, habe zu vielen Ausfällen und damit auch fehlenden Einnahmen geführt. Für den Defizitausgleich hat sich die Gemeinde in die Pflicht genommen und ihren jährlichen Zuschuss auf 350 000 Euro aufgestockt. „Wir helfen damit einem zuverlässigen Partner“, sagte Bürgermeisterin Gabriele Müller (SPD), die auch Vorsitzende der Volkshochschule ist. Gerade bei der Nachmittagsbetreuung und auch beim Sprachunterricht für Flüchtlinge hätte die Einrichtung eine unverzichtbare Hilfe geleistet und tue dies weiterhin. An eine Erhöhung der Gebühren denkt Pfeuffer nicht: „Ich bin mir sicher, dass wir es schaffen werden, am Ende dieses Jahres die Liquidität deutlich an die 90 000 Euro heranzuführen. Das wird ein schwerer Weg, aber ist zu schaffen.“

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