Rundumschlag gegen "rot-grüne Geisterfahrer"

- Staatsminister Erwin Huber (CSU) zu Gast in Ottobrunn

VON BENEDIKT GARSKY Ottobrunn - Geschlagene 50 Minuten warteten die Ottobrunner CSU-Mitglieder beim Neujahrsempfang auf ihren Festredner: Statt um 11 Uhr erschien Staatsminister Erwin Huber erst um kurz vor zwölf Uhr im Wolf-Ferrari-Haus. Den rund 150 Gästen wurde es bis dahin aber nicht langweilig, denn schließlich hatte der CSU-Ortsvorsitzende Jens Kamloth reichlich politische Prominenz nach Ottobrunn gelockt - zum Beispiel den CSU-Landtagsabgeordneten Ernst Weidenbusch sowie die beiden Bundestagsmitglieder Martin Mayer und Georg Fahrenschon.

Nach einer humorvollen Einführung durch den Ortsvorsitzenden war dann Erwin Huber an der Reihe. Als Grund für seine Verspätung nannte er die winterlichen Straßenverhältnisse - obwohl er "bereits um acht Uhr aufgestanden" sei. Ein Schwerpunktthema gab es bei seiner Rede nicht: Der Minister zeigte sich bei allen bundespolitischen Themen recht angriffslustig und kritisierte die Regierung in Berlin. "Diese rot-grünen Geisterfahrer haben die wesentliche Begrifflichkeit nicht verstanden, und das ist ein Armutszeugnis", schimpfte Huber.

Damit traf er genau den Nerv der Anwesenden, die mit großen Applaus ihre Zustimmung bekundeten. Von Kopftuch-Urteil, Dosenpfand und Lkw-Maut bis hin zur Bildungsreform - Huber riss jedes Thema an. Was einige Zuhörer vermissten, waren Verbesserungsvorschläge. Viel Sympathie brachte Huber aber die selbstkritische Durchleuchtung der geplanten Einsparmaßnahmen der bayerischen Staatsregierung. "Ottobrunn ist für die CSU ganz wichtig, genau hier können wir erfolgreich arbeiten", so Huber anschließend gegenüber dem Münchner Merkur. In Ottobrunn hätte man dafür Verständnis gezeigt, dass es sinnvoller sei zu sparen - statt sich neue Schulden aufbrummen zu lassen.

Während sich etliche Gäste bereits am Buffet bedienten, bildete sich eine Menschentraube um den Minister. Ottobrunner Bürger nutzten die spontane Fragestunde. "Für mich ist das auch wichtig, denn nur so bekomme ich die Meinungen der Wähler mit", kommentierte Huber.

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