Salutschüsse und Ovationen zum Abschied von Herbert Böhm

- VON WOLFGANG ROTZSCHE Höhenkirchen - "Ihr habt mir den Abschied nicht leicht gemacht!" Sichtlich mit der Fassung ringend nahm Herbert Böhm den Dank für seine langjährige Tätigkeit für den Schützengau München-Ost Land im Leistungszentrum Höhenkirchen, auf dem ehemaligen Ruf-Gelände, entgegen.<BR>

25 Jahre lang war der 62-jährige Taufkirchner Mitglied des Gauschützenmeisteramts, die vergangenen 15 Jahre bekleidete er die Position des Vorsitzenden. Sein Nachfolger in dieser Position, der Kirchheimer Kaufmann Günter Dietz (57), organisierte eigens ein bisher seltenes Schauspiel: Er orderte alle vier Salutzüge des Gaus aus Kirchheim, Putzbrunn, Vaterstetten und Taufkirchen, die zuerst einzeln und dann im Quartett dem ausgeschiedenen Gauschützenmeister mit Salutschüssen ihren Tribut zollten.<P>Schützenstadtrat Thomas Schmatz (CSU) sprach von einer Zäsur, als er auf das langjährige Wirken Böhms zu sprechen kam. Böhm habe stets ein klares Ziel in seinem Ehrenamt vor Augen gehabt, nämlich den Schützensport und das Schützenwesen. "Herbert Böhm konnte nur so gut sein, wie es sein Gauschützenmeisteramt gewesen ist." Schmatz betonte, dass Böhm geordnete Verhältnisse hinterlassen würde, und zeigte Zuversicht, dass das Bewusstsein, für eine gute Sache einzustehen, auch über Jahre und Jahrzehnte fortgetragen werden könne.<P>Der Dritte Landesschützenmeister Hans Bösl bedankte sich beim scheidenden Gauchef für dessen sehr gute Zusammenarbeit und das "ausgezeichnete Miteinander". Münchens Bezirksgauschützenmeister Gerhard Schutt führte aus, dass es sicherlich nicht einfach sei, ein Amt von Herbert Böhm zu übernehmen, der so lange für "Nach einem Streit konnte man sich wieder in die Augen schauen." den Schützensport gewirkt habe. Besonders hob Schutt als Charakteristik Böhms hervor, dass mit ihm auch gestritten werde musste, nach Beilegung der Auseinandersetzung jedoch wieder Ruhe herrschte. "Es ging Herbert immer um die Sache. Und es ist wichtig, selbst nach einem Streit sich wieder in die Augen schauen zu können."<P>Als Dank erhielt Böhm die kleine goldene Ehrennadel des Schützenbezirks München. Eine besondere Ehre wurde dem 62-Jährigen durch seinen Gau zuteil. Einstimmig erklärte die Versammlung Böhm zum Ehrenschützenmeister. Neben einer Urkunde gab es auch eine Schützenscheibe, versehen mit dem Patron St. Sebastian und mit allen Gemeindewappen des Gaus. Derzeit besteht der Gau aus 47 Vereinen und rund 4000 Mitgliedern.<P>Mit stehendem Applaus dankten die rund 100 Schützenschwestern und -brüder Herbert Böhm für sein Engagement. "Ich weiß gar nicht, wie ich diese Ehre verdient habe", so Böhm zu Versammlung. "Ich bin nur einer von euch!" Dritter Gauschützenmeister wurde der 58-jährige technische Beamte Peter Floth aus Riemerling. <P>

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