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Heimatmuseum

Denkmalschutz beißt sich mit Brandschutz

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Arget - Am Heimatmuseum in Arget nagt der Zahn der Zeit, das ist nichts Neues. Pläne für Sanierung und Nutzung gab es bereits viele. Jetzt will der Förderverein Nägel mit Köpfen machen und hofft im Gemeinderat auf einen Grundsatzbeschluss.

Die Diskussion kreist seit Jahren um einige zentrale Punkte. Letzten Endes geht es dabei freilich auch ums Geld. Als Eigner des Museums ist die Gemeinde zuständig für Instandhaltung und Reparaturen. Nutzer ist ein motivierter Förderverein mit etwa 130 Mitgliedern. Seit 25 Jahren gibt es das Heimatmuseum an der Holzkirchner Straße schon, bestehend aus Bundwerkstadl, Troadkasten und Pfarrhof. Der Verein setzt sich seither publikumswirksam für Erhalt und Betrieb ein. Die regelmäßigen Feste sind längst zum Publikumsmagneten avanciert, viele Besucher kommen dann nach Arget.

Bereits in der Juni-Sitzung hatte der neue Vorstand Götz von Borries zukunftsweisende Konzepte präsentiert (wir berichteten). Im Fokus: die dauerhafte Nutzung des ersten Obergeschosses ausschließlich für Museumszwecke. Die Gemeinde hingegen könnte sich dort eine Hausmeisterwohnung vorstellen. Bauamtsleiter Hubert Zellner sprach jetzt im Bauausschuss über Entwürfe und ein neues, separates Treppenhaus im Hauptgebäude. „Damit wären wir frei in der Planung, egal ob mit oder Wohnungsnutzung“, sagt Zellner. Wenn man das Gebäude anlangt, müsse dies zukunftsweisend geschehen.

„Unser Antrag ist die kostengünstigste Lösung“, argumentierte hingegen Gemeinderatsmitglied Markus Hoffmann (CSU) auf Anfrage. Er ist als Schriftführer im Förderverein involviert. So wie das Museum derzeit aufgestellt sei, solle es auch weiter betrieben werden. Der Verein nutzt die Räume im Obergeschoss für Kunstausstellungen. „Allerdings ist dringend eine Museumsheizung nötig, die die Räume frostfrei über die Winterpause bringt“, betont Hoffmann. In der kalten Jahreszeit ist das Museum geschlossen. Auch hinsichtlich der Toiletten müsse sich etwas ändern. Im Falle einer Wohnung ginge im Museum zu viel Ausstellungsplatz verloren, die Realisierung sei viel zu teuer.

Eine Herausforderung liegt im Brandschutz. „Der Denkmalschutz im Ensemble macht dies nicht gerade leichter“, sagte Hoffmann. Das Problem: Seitens der Gemeinde gibt es keine Zusage, dass der Verein die oberen Räume dauerhaft nutzen darf. Deshalb der Antrag. Andererseits ruft ein offizieller Beschluss vermutlich Brandschutzauflagen und Fragen der Barrierefreiheit auf den Plan. „Jetzt ist der Punkt gekommen, wo gehandelt werden muss“, sagte Hoffmann. Eine Grundsatzendscheidung sei hier gefragt.

Rückendeckung bekommt der Verein unter anderem von Peter Frimmer (UBV). „Wir sollten uns in der Diskussion von der Hausmeisterwohnung verabschieden und dem Antrag zustimmen.“ Ganz ähnlich sieht das Josef Ücker (CSU). „Wir sollten die Nutzung so lassen, dann sind wir auch nicht in Zugzwang.“ Verständnis für die Anfrage auch bei Alexander Rickert (SPD). „Der Verein braucht Planungssicherheit, da läuft er bei mir offene Türen ein.“ Man könne doch peu à peu am Museum etwas machen. In der Gemeinderatssitzung am Dienstag, 18. Oktober, gibt es vielleicht erste Antworten.

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