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Gut 450 Zuschauer waren zum Dreikönigsritt nach Arget gekommen. 

Traditionsveranstaltung

450 Besucher aus fünf Landkreisen beim Argeter Dreikönigsritt 

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Strahlender Sonnenschein, der Himmel blau. Schöner hätte es kaum sein können beim 26. Dreikönigsritt in Arget. Gut 450 Zuschauer waren gekommen und genossen das traditionelle Schauspiel.

Arget – Prälat Walter Wakenhut begrüßte und segnete 96 Reiter und ihre wackeren Rösser. Auch der Esel Karli war heuer dabei und hielt im langen Tross stolz mit.

Der Gegensatz zum Vorjahr hätte kaum größer sein können. Nur 14 Reiter waren 2019 nach Arget gekommen. Es hatte arg geschneit und gestürmt. Mit nur 15 Minuten Dauer ging dieser Umritt in die Geschichte der 26-jährigen Veranstaltung ein. Heuer indessen zeigten sich alle Teilnehmer in bester Feiertagslaune. Vertreten waren dabei die Landkreise München, Miesbach, Bad Tölz-Wolfratshausen und Rosenheim.

Bei jeder Runde spendet der Prälat den kirchlichen Segen

Kleiner Hund, großer Mut: Beherzt begleitet Peppino sein Herrchen und Frauchen beim Umritt.

Auch die Rösser genossen herausgeputzt den Ritt. Dieser beginnt traditionell nach dem Festgottesdienst in der Pfarrkirche St. Michael. Dreimal geht es dann für die Teilnehmer um das Dreieck zwischen der Kirche und dem Ort, von der Schul- über die Oberhamer- zur Michaelistraße. Rund fünf Kilometer sind das etwa insgesamt. Bei jeder Runde spendet Prälat Wakenhut den ersten kirchlichen Segen des Jahres – mit Weihwasser, Weihrauch und der Kreuzpartikel-Monstranz.

Auch die ehemals jüngste Teilnehmerin ist wieder dabei

Mit ihrer Stute Liesl schmusen, das ist für Hanna Reiter (10) das Schönste. Das Kaltblut ist 18 Jahre alt, die weißblonde Mähne ist kunstvoll geflochten.

„Ich bin jetzt schon das vierte Mal dabei“, sagt Hanna Reiter (10) aus Oberhaching stolz. 2017 war sie die jüngste Teilnehmerin. Liebevoll umarmt das Mädchen den starken Hals ihrer Stute Liesl. Was ist für sie das Schönste am Reiten? „Dass ich so schön mit der Liesl kuscheln kann“, sagt Hanna vergnügt. Das Kaltblut ist 18 Jahre alt, die weißblonde Mähne ist kunstvoll geflochten. Seit Hanna vor zwei Jahren bei der Fohlenauktion in Miesbach ein Fohlen gewann, stehen drei Pferde im heimischen Stall. „Im nächsten Jahr darf es dann auch mit nach Arget“, freut sich das Mädchen schon jetzt. Gekommen ist sie heute mit ihrem Onkel Hans Gebhard und Opa Leopold Reiter. Der Reiter-Leo, wie er in Oberhaching auch bekannt sei, habe sein Müllabfuhr-Unternehmen damals noch mit Pferden begonnen, erzählt Gebhard Ortsgeschichte.

Erinnerung an die Heiligen Drei Könige

Es ist jetzt schon der zweite Dreikönigsritt ohne seinen Hauptinitiator Gottfried Grasberger. Der 2018 verstorbene Lochhofner Landwirt rief die Veranstaltung einst ins Leben. Seit 1994, immer am 6. Januar, findet der Umritt seither in Arget statt. Der beschwerliche Ritt, den die Heiligen Drei Könige damals auf sich nahmen, um dem Christuskind mit Gold, Weihrauch und Myrrhe zu huldigen, liegt der Idee zugrunde. Offizieller und alleiniger Veranstalter ist mittlerweile die Gemeinde Sauerlach.

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