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Vor der Kirche musiziert es sich ideal: Die Argeter Blaskapelle feierte am Wochenende ihr 40-jährigen Bestehen und begleitete mit den Instrumenten den Feldgottesdienst musikalisch.

Zum 40-jährigen Bestehen der Argeter Blaskapelle 

Heimat ohne Schranken

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Mit einem runden Festprogramm feierte die Argeter Blaskapelle jetzt ihr 40-jähriges Bestehen. Höhepunkt war der Feldgottesdienst unter der Leitung von Prälat Walter Wakenhut, zu dem gefühlt der halbe Ort kam.

Sauerlach – Gut 200 Aktive der Ortsvereine machten beim Festumzug durch Arget mit. Mittelpunkt des ganzen Festgeschehens war das Festzelt beim Garner Stadel gleich hinter St. Michael. Bereits am Samstag hatte sich dort Anton Gälle mit seiner Scherzachtaler Blasmusik angesagt. Mit im Gepäck den „Böhmischen Traum“ aus eigener Feder. „Ein Gassenhauer, den kennt jeder“, meint Thomas Jaud (46), der schon als Zwölfjähriger zur Kapelle kam. Seit 13 Jahren ist er der Dirigent – und zwar erst der dritte, den die Argeter Blaskapelle je hatte. Ein eingespieltes Ensemble. Vorgänger waren Georg Walser sen. (1976-1999) und Josef Bacher-Maurer (1991-2004).

„Gut 400 Leute sind zum Konzert gekommen, Gälle zeigte sich in bester Spiellaune“, erzählt Jaud. Mit wenig Schlaf sei denn so mancher in den Festsonntag gestartet. Dieser begann bei herrlichem Sonnenschein mit dem Feldgottesdienst und Prälat Walter Wakenhut. Der Geistliche philosophierte in seiner Andacht über das Wort Heimat. „Sie ist mehr als ein Ort, wo wir wohnen, ist eine Idee, ein Wunsch und bei jedem anders“. Das Fest anlässlich des 40. Jubiläums sei eine Erfahrung von Heimat. Diese dürfe nicht auf das Dorf beschränkt bleiben und sollte für alle Menschen gelten.

Menschenwürde und Rechte seien in der Welt nicht selbstverständlich. „Da sind wir als Christen gefragt, es geht um die Zukunft unserer Mutter Erde“, sagte der Prälat. Und dann der Umgang mit der Schöpfung: „Wie fahrlässig sind wir da!“, mahnte Wakenhut. Man müsse sie hegen und pflegen, es gehe um die lebenswerte Zukunft des Menschen. „Wir alle wissen, wie weit wir davon weg sind“, so der Prälat. Dieses Fest sei eine Gelegenheit, Heimat wirklich als Heimat zu erleben. Mit der Bayernhymne aus allen Kehlen endete der Gottesdienst unter blau-weißem Himmel. Im Anschluss sammelten sich rund 200 Aktive der Ortsvereine zum Festumzug durch einen Teil Lochhofens und Arget. Mancher Anwohner hatte seinen Zaun mit Tanne und Schleifen geschmückt, stand grüßend dahinter und lauschte der vorbeimarschierenden Musik. Später ging es gemeinsam im Festzelt weiter. Als Geburtstagsgeschenk hatte sich die Argeter Blaskapelle die Tegernseer Tanzlmusi eingeladen. „Die waren schon mal hier und kommen extra für die Tänzer unter uns“, erläutert Jaud. Und die ließen die Gelegenheit nicht ungenutzt verstreichen. Open End war Trumpf.

Bereits im Januar hatte die Argeter Blaskapelle ihr Festjahr mit einem großen Jubiläumskonzert eingeläutet. Zum Ensemble gehören heuer 36 Aktive im Alter bis 72 Jahren. Orchestervorstand ist seit 2010 Stefan Wiedl (46).

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