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Die Brandschutzanlage der Von-Aychsteter-Grundschule funktioniert, die Fehler in der Elektrik sind größtenteils behoben. Jetzt geht das Licht in der zuvor Tag und Nacht hell erleuchteten Mensa endlich wieder aus.

Technische Mängel der Brandschutzanlage in letzter Minute behoben

Schließung der Grundschule gerade noch abgewendet

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Ein offenkundiger Pfusch bei den Elektroarbeiten hat die Betriebserlaubnis der Von-Aychsteter-Grundschule in Sauerlach gefährdet. Zweimal war diese bereits verlängert worden – allerdings nur noch bis zum 4. Februar. Es drohte die Schließung.

Sauerlach – Bürgermeisterin Barbara Bogner kann jetzt erleichtert die Reißleine ziehen: Die Mängel an der ausschlaggebenden Brandschutzanlage sind behoben. Gutachter bestätigten dies bei einem Rundgang. „Jeder einzelne Feuermelder wurde getestet, alles hat funktioniert“, erklärt die Rathaus-Chefin auf Anfrage des Münchner Merkur. Auch das Kernproblem konnte endlich gelöst werden. Denn bereits im Vorfeld hatte die Brandschutzanlage prinzipiell funktioniert. Der Haken: Der entscheidende Alarm kam nicht bei der Feuerwehr an. Das System funktionierte nur als interner Hausalarm, weil Leitungen falsch verlegt worden waren. Telefonisch hätte ein Lehrer oder der Hausmeister die Brandmeldung im Falle eines Feuers weitergeben müssen. Schon zu Beginn des Schuljahres im Sommer 2018 hätte die Anlage laufen sollen. „Im Rahmen der aktuellen Prüfung wurde aktiv ein Alarm ausgelöst, dieser kam vorschriftsmäßig bei der Feuerwehr an“, bestätigt Bogner.

Bei der Begehung der Schule an der Münchner Straße waren unter anderem auch Vertreter des Ingenieur- und Architektenbüros, der beauftragten Elektrofirma, von TÜV und Landratsamt zugegen. Was jetzt nur noch fehle, seien einige Sicherheitsleuchten etwa im Kellerbereich sowie eine umfangreiche Dokumentation des gesamten Brandschutzapparates. „Von technischer Seite ist jetzt alles im Griff“, versichert Bogner. Sämtliche Schulräume seien in Ordnung, der Schulbetrieb laufe ungestört. Freilich werde die Gemeinde nun rechtlichen Beistand hinzuziehen, um etwaige Regressforderungen gegen die beauftragte Elektrofirma zu prüfen. Auf Antrag der CSU hatte es im Dezember eine Sondersitzung des Gemeinderates gegeben. Die Fraktion hatte kritisiert, dass die Verwaltung nicht ausreichend über den Sachstand in der Schule informiert habe. Um die Betriebserlaubnis nicht zu gefährden, etwa im Falle weitergehender Mängel in der Elektrik, hatte die CSU einen Plan B im weiteren Vorgehen gefordert.

Der endgültigen Betriebserlaubnis scheint jetzt nichts Elementares mehr im Weg zu stehen, die befürchtete Schließung der Schule scheint abgewendet. Sicherlich zur Erleichterung der rund 300 Schüler und 40 Lehrer und Betreuer.

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