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Einweihung des neuen Röstturms: Er ist höher, als es die Baugr enze in Sauerlach eigentlich erlaubt. In diesem Fall jedoch machte man eine Ausnahme – zur Stärkung des Standortes. Technik-Vorstand von Darboven, Lukas Werner, demonstriert den Ablauf.

Das Hamburger Unternehmen Darboven eröffnet Profil-Röster

Kaffee-König stärkt Standort

Mit der Einweihung eines neuen Profil-Rösters stärkt die Unternehmensgruppe J.J. Darboven den Standort Sauerlach. Gleichzeitig plant die Kaffeerösterei weiter für die Zukunft.

Sauerlach – Vier Stockwerke hoch ragen silberne Rohre, Kessel und Zylinder auf. Man hört sein eigenes Wort kaum, es riecht nach Kaffee. Das neue Herzstück bei Burkhof-Kaffee im Rudolf-Diesel-Ring arbeitet bereits auf Hochtouren. Nach zwei Monaten im Testbetrieb darf der neue Röster endlich loslegen.

„Ich glaube an die bayerische Kaffeekultur, und wir wollen den Standort Sauerlach dauerhaft für die Zukunft sichern“, sagt der aus Hamburg angereiste Vorstandsvorsitzende Albert Darboven bei der offiziellen Inbetriebnahme des sogenannten RFB-Chargenrösters. Dieser veredelt Mengen von 120 bis 300 Kilogramm Rohkaffee. Auf ein Jahr gerechnet sind das acht- bis zwölftausend Tonnen.

Eine Neuheit ist die Trennung von Röst- und Kühlkammer. Im Vergleich zum bisherigen Modell verspricht diese Methode bis zu 30 Prozent Energieersparnis. Durch eine Vorerwärmung auf 80 Grad vor dem eigentlichen Röstprozess gewährt der RFB-Chargenröster zudem eine höhere Qualitätssicherung. Ziel ist es, dass die gewünschte Kaffeesorte immer das gleiche Aroma hat (siehe Kasten).

Der Röster ist allerdings nicht die einzige Neuerung. Insgesamt sieben Millionen Euro investierte Darboven seit Anfang 2016 in Sauerlach, wo neben der Hausmarke Burkhof über 30 weitere Kaffeesorten geröstet werden. Unter anderem gibt es eine neue Verpackungsstation für Bohnenkaffee.

Der „Hauptgrund“ der Investition war und ist laut Albert Darboven die „Sicherung der Arbeitsplätze vor Ort“. Knapp 50 Mitarbeiter beschäftigt Burkhof Kaffee hier. Seit 1974 gehört die bayerische Marke zu J.J. Darboven, in den Bereichen Produktion und Technik sowie in der Sparte Lager und Logistik.

Aus diesem Grund machte der Sauerlacher Gemeinderat für den Neubau eine Ausnahme. 14 Meter hoch ist der neue Röster samt dem umfassenden Gebäude. Eigentlich liegt die Baugrenze in Sauerlach bei zwölf Metern. „Wir wollen Burkhof/Darboven in Sauerlach halten und wollen, dass sie sich weiterentwickeln können“, begründet Bürgermeisterin Barbara Bogner die Entscheidung. 1992 hatte Burkhof den Standort von München nach Sauerlach verlagert.

Mit der Einweihung des neuen „Herzstücks“ ist die Stärkung des Standorts allerdings noch nicht beendet. „Sie haben noch einige freie Flächen auf dem Gelände gefunden“, sagt Bürgermeisterin Bogner in Richtung Albert Darboven. Diese werden in den kommenden Jahren ebenfalls bebaut. Das Vorhaben wurde bereits vom Gemeinderat abgesegnet. Sebastian Schuch

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