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Kommunalwahl 2020: Grüne hoffen auf den „Toni-Bonus“

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Von: Kathrin Kohnke

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Ohne Bürgermeisterkandidat treten die Grünen 2020 in Sauerlach an. Listenerste ist Michaela Haas (vorn, 2.v.l.). Nicht auf dem Foto sind die Ersatzkandidaten. © Kohnke

Die Grünen in Sauerlach starten in den Wahlkampf für die Kommunalwahl 2020 mit großen Zielen. Die Mutter eines berühmten Parteimitglieds steht als Ersatz bereit.

Sauerlach – Abstimmungsfreudig zeigten sich die Sauerlacher Grünen auf der Aufstellungsversammlung im Postwirt. Mehr als ein Dutzend Wahlgängen bedurfte es, um zur Liste der Gemeinderatskandidaten für die kommende Kopmmunalwahl 2020 zu kommen. 16 Stimmberechtige gab es, einen Bürgermeisterkandidaten hingegen nicht. Etwa 30 Mitglieder und Sympathisanten waren ins Stüberl des Traditionswirts gekommen.

Das grüne Logo wies den Weg. „Wir haben die Erde von unseren Kindern nur geborgt“ steht auf einem Plakat an der Wand. Betriebsamkeit an den langen Tischen. Mit fast 20 Minuten Verspätung geht es zur Sache, eröffnet Wolfgang Büsch, seit Oktober Sprecher der Grünen, den Abend (Sprecherin ist Josefa Böhling-Spinnler). Der 53-jährige Steuerberater gehört neben Axel Horn und Robert Spinnler derzeit zum Grünen-Trio im Gemeinderat.

In den vergangenen sechs Jahren hätte es da an Manchem gelitten, einiges sei aber auch gut gewesen, zog Büsch Bilanz. „Wir haben uns konsequent gegen die Ausweisungen mehrerer Baugebiete ausgesprochen und den Ausbau der erneuerbaren Energien gefördert“, so der Sprecher. Gut gefallen habe ihm das fraktionsübergreifende Projekt am Rudolf-Diesel-Ring. „Dort sind Mehrfamilienhäuser mit 18 bezahlbaren Wohnungen entstanden“, betont Büsch. „Aber auch für die neue Wahlperiode kündigen sich schon große Ziele an“, so der Sprecher. Dazu zählt der mögliche Bau eines Gymnasiums in Sauerlach, das Vorantreiben der Verkehrswende, der Kampf gegen den Flächenfraß.

Die Gemeinderatskandidaten, die es damit aufnehmen wollen, präsentierten sich in Kurzportraits. Das Frauenstatut der Grünen, jeweils Mann und Frau im Wechsel aufzustellen, konnte ab Listenplatz 5 nicht mehr gehalten werden. Die Stimmberechtigten gestatteten die Abweichung von der Regel. Unter dee Strich sind dennoch zehn Frauen gelistet. Jüngste ist mit 20 Jahren Lisa Pfefferseder auf Platz 10. Die ältesten Kandidaten sind mit 71 Jahren Wilfried Bernard und Edith Hofreiter als Ersatzkandidatin. Die Sauerlacherin ist Mutter von Anton Hofreiter, Chef der grünen Bundestagsfraktion (mit Katrin Göring-Eckardt) – und der „Toni-Bonus“ des Ortsverbands, wie manche vielleicht hoffen.

Übersicht: Kommunalwahl 2020: Die Kandidaten und Parteien im Landkreis München

Die Kandidaten

1. Michaela Haas (58), Verwaltungsangestellte; 2. Wolfgang Büsch (53), Steuerberater; 3. Heidrun Niedermaier (49), Sozialpädagogin; 4. Axel Horn (56), Solarthermie-Ingenieur; 5. Anton Pfefferseder (53), Elektrotechniker; 6. Roland Gruber (53), Software-Entwickler; 7. Robert Spinnler (62), Maschinenbau-Mechaniker; 8. Petra Büsch (47), Steuerfachangestellte; 9. Carl Schall (63), Geologe; 10. Lisa Pfefferseder (20), Psychologie-Studentin; 11. Hubertus Niedermaier (46), Soziologe; 12. Charlotte Quest (51), Studienrätin; 13. Prof. Dr. Klaus Linde (59), Allgemein-Mediziner TU-München; 14. Josefa Böhling-Spinnler (64), Krankengymnastin; 15. Wilfried Bernard (71), EDV-Marketing-Manager; 16. Julia Weber (22), Studentin Bildungswissenschaften; 17. Luiza Kufner (60), Kunsterzieherin; 18. Vera Linde (63), Sozialpädagogin; 19. Reinhard Mittelmaier (54), Verfahrenstechniker; 20. Anja Vogler-Matauschek (47), Sozialpädagogin; Ersatz 1: Sibylle Hennl (52), Verwaltungsfachangestellte; Ersatz 2: Reno Deitermann-Leupold (44), Ingenieur; Ersatz 3: Edith Hofreiter (71), Hausfrau; Ersatz 4: Peter Block (61), Werbe-Texter.

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