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Kandidat ist er schon, Parteimitglied will er noch werden: Hubert Zellner tritt für die CSU Sauerlach an.

„Unsere Arbeit wird...“

CSU-Kandidat nominiert: Bauamtsleiter fordert Bürgermeisterin heraus

  • Kathrin Kohnke
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In Sauerlach stehen sich zwei Bewerber um das Bürgermeisteramt täglich in der Arbeit gegenüber: Amtsinhaberin Bogner und Bauamtschef Zellner. Der verspricht einen fairen Wahlkampf.

Sauerlach – Mit nur einer Gegenstimme ist seit Mittwochabend klar: Hubert Zellner steht für die Christsozialen als Bürgermeisterkandidat im Ring. Auf der Ortshauptversammlung der CSU votierten 38 der 39 Stimmberechtigten für den Bauamtsleiter der Gemeinde. Einen Gegenkandidaten gab es erwartungsgemäß nicht.

Der 50-Jährige fordert damit am 15. März 2020 die amtierende Bürgermeisterin Barbara Bogner (UBV) heraus. „Ich freue mich riesig und werde mein Bestes geben, auch wenn es sicher nicht ganz leicht wird in den nächsten Monaten“, sagte der just gewählte Kandidat im voll besetzten Trachtenheim. Gut 70 Parteifreunde und Bürger waren zur Versammlung gekommen. Strahlend nahm Zellner die Wahl an.

Kommunalwahl 2020 in Sauerlach: Keine Schlammschlacht, kein Rosenkrieg.

Für ihn geht es jetzt ans Eingemachte. Schon im Vorfeld hatte die Gerüchteküche gebrodelt. Immerhin arbeitet er mit Barbara Bogner im Rathaus quasi Tür an Tür. Seit 2008 gibt sie schon die Marschrichtung vor. „Unsere Arbeit wird ganz professionell weitergehen“, so Zellner auf Anfrage. Keine Schlammschlacht, kein Rosenkrieg. Man hätte vorher intensiv über die Sachlage gesprochen und werde das Ganze sportlich fair angehen.

Zellner, der in Tegernsee geboren, aber in Arget aufgewachsen ist, sieht sich als künftiges Bindeglied zwischen den zwölf Ortsteilen. Gerade hinsichtlich noch immer leicht unterschwellig auftretender Animositäten einiger. Er arbeite seit 34 Jahren als Verwaltungsfachwirt und IT-Administrator in Sauerlach und sei seit 1996 mit einer Sauerlacherin verheiratet. „Ich bin und bleibe Argeter, habe aber die Fusion zwischen den Gemeinden doch prima hingekriegt“, scherzte Zellner und erntete dafür Beifall. Zudem rechnet er im Frühjahr mit einem Generationswechsel im Gemeinderat. „Einige langjährige Räte werden verdient aufhören, teils auch aus beruflichen Gründen“. (Wie Paul Fröhlich, CSU, Anm. d. Red.). Mit einer neuen Mannschaft und unter neuer Führung ist das die Chance, ganz neu anzusetzen“, so Zellner.

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Momentan gebe es aus seiner Sicht einen Stillstand in der Gemeinde, zu viel „Symptompolitik“, so Zellner. Ihm sei wichtig, „rechtzeitig über den Tellerrand zu schauen und zu reagieren“. Der Blick sollte bis 2030 und darüber hinaus gehen. Markus Hoffmann, Vorsitzender des CSU-Ortsverbands, zeigte sich über den Ausgang der Wahl sichtlich zufrieden. Zellner sei ein chancenreicher Bewerber, dem man das Amt zutraue und der Unterstützung im Ort besäße. „Bereits im Vorfeld gab es unglaublich konstruktive Gespräche“ so Hoffmann. Das Tüpfelchen auf dem I wird der frischgebackene Bürgermeisterkandidat dieser Tage noch in Angriff nehmen: den Eintritt in die Partei, deren Banner er künftig hochhalten will.

Im Überblick: Kommunalwahl 2020 – Das sind die Parteien und Kandidaten im Landkreis München

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