+
Für einen „griabigen“ Almsommer wollen Prälat Walter Wakenhut (l.) und Dirigent Valentin Gröbmair wollen mit dem Männerchor Arget-Sauerlach sorgen.

„Oimsumma“ in der Mehrzweckhalle

Hüttenzauber ohne langen Aufstieg

  • schließen

Der Männerchor Arget-Sauerlach und das Große Hans Berger-Ensemble laden am Samstag, 7. Oktober, zum „Oimsumma“ (Almsommer) in die Mehrzweckhalle.

Sauerlach – In Gedichten, Bildern, Liedern und mit viel Herz wird das Jahr auf der Alm geschildert. Umrahmt wird das Werk vom „Almauf- und -abtrieb“ des Bauerndichters Josef Reisenbichler und Texten des Volksliedsammlers Kiem-Pauli. Valentin Gröbmair (57), Dirigent des Männerchors Arget-Sauerlach und Hans Berger (73), einer der erfolgreichsten Komponisten bayerischer Volksmusik, verbindet eine lange Freundschaft. Es sind eben zwei Vollblut-Musiker. Gemeinsame Auftritte waren nur eine Frage der Zeit.

Gerade erst ging es an drei Terminen „Bayerisch durchs Kirchenjahr“. „Und am 7. Oktober geht’s hoch hinauf auf die Alm“, sagt Gröbmair vergnügt. Den Dirigenten, Kirchenmusiker und Zithervirtuosen Berger lernte er vor rund 40 Jahren im Rahmen eines Chorleiterseminars in Steingaden kennen. „Da waren wir beide als Schüler“, erinnert sich Gröbmair mit Vergnügen. Er selbst spielte schon als neunjähriger Bub Klavier und Akkordeon. Später kamen noch Hackbrett, Harfe, Posaune, Tenor- und Flügelhorn hinzu. Gemeinsam mit Prälat Walter Wakenhut (74), Vorstand des Männerchors und dessen erster Bass, holte Gröbmair Bergers „Almsommer“ nach Sauerlach. Mehrfach und erfolgreich wurde die Veranstaltung landesweit schon aufgeführt, stets mit wechselnden Chören und Musikanten aus der jeweiligen Region. Der „Oimsumma“ ist eine Essenz des musikalischen Lebenswerks Bergers. „Die Idee dabei ist, Volksmusik und geistliche Musik unters Volk zu bringen, das finde ich, ist das faszinierende“, betont Prälat Wakenhut. 32 aktive Sänger im Alter ab Mitte Zwanzig sind im Männerchor Arget-Sauerlach. „Mein Vater ist mit 87 Jahren der älteste von allen“, erzählt Gröbmair stolz.

Das Ensemble Hans Berger spielt in Sauerlach in der Besetzung Hackbrett, Harfe, zwei Gitarren, Zither, zwei Klarinetten, Trompete, zwei Hörner und Kontrabass. Es singen unter anderem der Männerchor Arget-Sauerlach sowie der Männergesangverein Valley unter Leitung von Sixtus Lampl, Gründer und Eigner des Orgelzentrum Valley. Für eine stimmungsvolle Kulisse sorgt eine Großbildleinwand mit Bergen, Landschaften und Almen. „Also“, sagt Valentin Gröbmair und lacht. „Aufi geds, kummts olle zum Oimsumma noch Sauerlach.“

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Unfall im Einsatz: Streifenwagen kollidiert mit Auto
Frontal ist am Freitag ein Streifenwagen der Polizei bei einer Einsatzfahrt in Haar mit einem Auto kollidiert. 
Unfall im Einsatz: Streifenwagen kollidiert mit Auto
Schwerer Schlag: Edeka schließt - Bürgermeister sauer
Schock für die Anwohner: Ein Edeka, der für viele Bürger wichtig war, schließt Ende April. Der Bürgermeister zeigt sich alles andere als erfreut.
Schwerer Schlag: Edeka schließt - Bürgermeister sauer
„Eine Katastrophe! Wie viele müssen noch verletzt werden, bevor sich hier etwas tut?“
Es ist erst wenige Tage her, als es auf der Staatsstraße 2573 zwischen Arget und Lochhofen zu einem schweren Verkehrsunfall kam. Die Kreuzung ist bekannt als …
„Eine Katastrophe! Wie viele müssen noch verletzt werden, bevor sich hier etwas tut?“
Kampf um Zebu-Rinder endgültig verloren
Christine Scherr wird ihre Zebu-Rinder nicht wiedersehen. Sie hat den Kampf um 150 Tiere endgültig verloren, die Behörde hat sie bereits verkauft.
Kampf um Zebu-Rinder endgültig verloren

Kommentare