ein Kunstrasenplatz
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Unter anderem ein Wunsch: ein Kunstrasenplatz

Gemeinderat beschließt: Eckpunkte für Halle und Kunstrasenplatz werden ausgearbeitet

Nach Diskussion: Sauerlacher Sportkonzept nimmt Fahrt auf

  • Laura Forster
    vonLaura Forster
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Beim Sportkonzept für die Gemeinde soll endlich was vorwärts gehen, wünschen sich Sportler und Vereine. Doch einige Gemeinderäte haben Angst vor ausufernden Kosten.

Dass sich die Sportbegeisterten der Gemeinde Sauerlach endlich neue Trainingsmöglichkeiten wünschen, ist längst bekannt. Die beiden Sportvereine TSV Sauerlach und SV Arget haben sich im Sommer zusammengetan und dem Gemeinderat ein zukunftsweisendes Sportkonzept mit Kunstrasenplatz und einer neuen Turnhalle präsentiert. Nun soll das Projekt endlich Fahrt aufnehmen, doch einigen Gemeinderäte ist das Konzept zu teuer.

Suche nach Standort

Zwei Anträge die im Februar bei der Gemeinde eingingen zeigen deutlich: beim Thema Sportkonzept muss es endlich weitergehen. Die beiden Gemeinderäte Babak Afshar (SPD) und Rupert Feistbauer (UBV) drängen zur Suche eines geeigneten Standortes für den Kunstrasenplatz neben den Tennisflächen in Sauerlach. Die CSU-Ortsfraktion will, dass die beiden Projekte – der Platz und die Halle – zusammengelegt werden und wie ein Vorhaben betrachtet und geplant werden soll. Daraufhin schlug die Gemeinde vor, die Verwaltung zu beauftragen, einen Planungswettbewerb für das Sportkonzept vorzubereiten und auszuschreiben. Eine Idee, die nicht bei allen Gemeinderäten gut ankam.

Forderung nach Wettbewerb

„Ich bin für keinen Wettbewerb“, sagte Bernhard Lederer (UBV) in er vergangenen Gemeinderatssitzung. „Es sollte ein einfaches Verfahren geben. So kann die Gemeinde selbst entscheiden, wer den Auftrag erhält.“ Bauamtsleiterin Jeanette Schaffert erwiderte, dass auch ein Ideenwettbewerb möglich sei ohne dem Sieger-Architekten den Auftrag zu erteilen. „Dafür müsste das Preisgeld jedoch höher sein“, sagte Schaffert.

Zehn Millionen Euro

Ein weiterer Punkt, der Lederer störte, sind die Kosten für das Sportkonzept. Zehn Millionen Euro hat die Gemeinde eingeplant. „Das kommt mir unglaublich viel vor“, sagte er. Und auch Axel Horn (Grüne) war mit den hohen Ausgaben nicht einverstanden. „Ich will eine klare Obergrenze von vier Millionen Euro.“ Markus Hoffmann (CSU) verstand die Einwände hingegen nicht. „Ich weiß nicht, wieso man jetzt so auf den zehn Millionen Euro rumhackt“, sagte er. „Die Summer ist nicht vom Himmel gefallen, sondern steht so im Haushalt. Wen das stört, der hätte in der vergangenen Haushaltssitzung was sagen können.“ Bürgermeisterin Barbara Bogner (UBV) versuchte die Situation zu entschärfen. „Es besteht die Möglichkeit, dass die Kosten bis zu dieser Höhe gehen können – aber nicht müssen“, betonte sie. Anhand der Ausgaben der Mehrzweckhalle, die 1990 für 13 Millionen D-Mark erbaut wurde, habe die Verwaltung die Kosten für das Sportkonzept errechnet.

Neue Gymnasium-Halle

Wolfgang Busch (Grüne) appellierte an seine Ratskollegen in die Zukunft zu schauen. „Es ist denkbar, dass mit dem neuen Gymnasium auch eine Halle kommt“, sagte er. Für Sportvereine sei es jedoch immer schwierig in Schulhallen zu kommen, erwiderte Robert Lechner (CSU). Dieser Meinung war auch Bogner. „Die Halle wird außer am Wochenende und in den Ferien nicht viel frei sein.“ Die Sportvereine brauchen jedoch genau das – einen Platz zum Trainieren. Schlussendlich beauftragte der Gemeinderat die Verwaltung Eckpunkte des Sportkonzeptes vorzubereiten und sie dem Gremium vorzustellen.

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