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An diesen wichtigen Knotenpunkten will die Gemeinde Brunnthal Mietradstationen vorhalten. Für die Gemeinde ohne S-Bahn könnte sich das Modell gut rechnen, aber die Nachbargemeinden müssen mitspielen.

Sauerlach denkt noch einmal über Einführung des Mietradsystems nach

Die Jungen würden MVG-Bikes nutzen

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In einem Pilotprojekt plant der Landkreis die Einführung eines Mietradsystems. 29 Gemeinden hat der Kreis. Dort sollen die Leihräder der MVG zu einer Erweiterung des ÖPNV-Angebotes beitragen. Jetzt diskutierte der Sauerlacher Bauausschuss über das Wenn und Aber.

Sauerlach – Die Vorgeschichte: Ende vergangenen Jahres segnete der Kreistag das Projekt ab und damit die Zusammenarbeit mit der Stadt München. Bis zu hundert Leih-Stationen sollen entstehen, an denen Räder auf Nutzer warten. Im Fokus stehen dabei zunächst die Kommunen in Nähe der Stadtgrenze. Landrat Christoph Göbel erklärte eingangs dazu, dass ein einheitliches System die größtmögliche Kompatibilität zwischen den Kreiskommunen und der Landeshauptstadt biete. Nur so könnten Radverkehr und ÖPNV zu einer Alternative zum motorisierten Individualverkehr wachsen. Für die Nutzer dürfe es keinen Unterschied machen, ob sie in München oder Planegg ein Rad leihen. „Das muss auch über Gemeinde- und Stadtgrenzen hinaus funktionieren“, so Göbel. Langfristig soll die ganze Metropolregion München mit einem kompatiblen Mietradsystem ausgestattet werden.

Aber genau da liegt der Hase im Pfeffer: Nicht alle Kommunen ziehen bei dem Projekt mit der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) an einem Strang. Trotz Kreistagbeschluss. So hat Ottobrunn sein Veto eingelegt. Andere Kommunen, wie etwa Brunnthal, wünschen sich mehr Vernetzung innerhalb des Kreises. So landete auf dem Schreibtisch der Sauerlacher Bürgermeisterin Barbara Bogner (UBV) ein Brief ihres Amtskollegen Stefan Kern (CSU) aus Brunnthal: mit dem „freundschaftlichen“ Hinweis, dass Gemeinden wie Sauerlach als Hauptsiedlungsbereiche zu überörtlichen Versorgungsaufgaben verpflichtet seien. Brunnthal werde auf diese Weise von Gemeinden isoliert, die Mieträder anbieten. Das Thema kam in den Sauerlacher Bauausschuss, wie schon einmal. „Da hatten wir ja entschieden, dass es in Sauerlach nicht sein soll“, eröffnete Bogner die Diskussion.

Paul Fröhlich (CSU) betonte, das Projekt sei wichtig für Gemeinden ohne S-Bahnanschluss. „Die können wir doch nicht hängenlassen!“ Axel Horn (Grüne) hingegen bemängelte, dass es am S-Bahnhof schon jetzt zu wenige Radstellplätze gäbe. Bogner regte an, dass die Gemeinde den Grund an den Anbieter verpachten könne. „Die Rad-Station käme dann auf Seite der Sommerstraße“, erklärte die Rathaus-Chefin. Zur Finanzierung sagte Bauamtsleiter Hubert Zellner, das Projekt werde zu 70 Prozent vom Bund und 15 Prozent vom Kreis gefördert. Etwa drei Millionen Euro investierte das Bundesumweltministerium in den Landkreis. „Die Gemeinde zahlt nur noch 15 Prozent“, führte Zellner aus. Erfahrungswerte gebe es noch nicht, er rechne jährlich mit etwa 10 000 Euro Betriebskosten – je nach Anzahl der Räder. „Für die Anbindung des Gewerbegebiets wäre das schon nützlich“, urteilte Bogner.

Dennoch wurde die Akzeptanz gerade im dörflichen Bereich infrage gestellt, auch weil die Leihräder kostenpflichtig sind. Anders als die gelben Obikes eines asiatischen Anbieters, die zu hunderten in München stehen oder umgestoßen herumliegen, haben die MVG-Räder meist feste oder virtuelle Stationen (per App). „Feste könnten am S-Bahnhof sein und in Lochhofen“, schlug Bogner vor. Junge Sauerlacher würden die Bikes sicher nutzen. Bogner: „Wir richten die Beschlussfassung positiv her, mal schauen, was der Gemeinderat sagt.“

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