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Unübersichtlich: Im Areal zwischen der Otterloher- und Münchner Straße entstehen derzeit zehn Hauseinheiten. Auf dem Weg zur Schule, sie ist hinter den Bäumen links verborgen, kreuzen viele Buben und Mädchen diesen Bereich.

Baustelle versperrt die Sicht

Gefährlicher Schulweg in Sauerlach

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Mit dem Klingeln der Schulglocke beginnt heute für etwa 330 Buben und Mädchen der Sauerlacher Grundschule wieder der Unterricht. Doch derzeit wird ihre Schule komplett umgebaut. Gefährlicher Baustellenverkehr kreuzt jetzt den Weg der Kinder. Schulweghelfer mahnen zur Vorsicht.

SauerlachWerner Brenner (73), seit 2003 schon ehrenamtlich dabei und heute Schulweghelfer-Obmann, bereitet die derzeitige Verkehrssituation Sorge. Denn auch in nächster Nähe der Von-Aychsteter-Schule, an der Otterloher Straße, wird gebaut. Hier entstehen zehn Wohnhäuser. All dies ist mit hochfrequentem Baustellenverkehr verbunden, der die Kinder vor Herausforderungen stellt.

Bürgermeisterin Barbara Bogner (UBV) hatte im Vorfeld in einem Rundbrief auf die Problematik hingewiesen. „Wenn die Eltern auf Nummer sicher gehen wollen, sollten Kinder aus dem Süden und Osten die Sommerstraße, den Reißerweg und Am-Otterloher-Feld als Schulweg nutzen “, sagt Bogner. Diese Variante ist allerdings weiter als die Strecke über die Münchner Straße. Bleibt im Grunde nur eines: „Im Zweifel sollten die Eltern mit ihren Kinder sprechen, sie begleiten und mit ihnen einen sicheren Weg einüben“, so Bogner. Auch versuche die Verwaltung täglich vor Ort zu sein, um die Arbeiter der Baustellen auf die Gefahrensituation hinzuweisen.

Besonders heikle Stationen, wie etwa der Kreuzungsbereich Münchner- und Otterloher Straße, würden nach wie vor von Schulweghelfern gesichert. Dafür sorgt Werner Brenner. Der 73-Jährige ist quasi Chef der rund 70 Schulweghelfer und koordiniert deren Einsätze. Aber auch im Helferkreis Asyl, der Agenda 21 und im VHS-Vorstand ist er aktiv. Seit 14 Jahren helfen er und sein Team den Kindern bei jedem Wetter, sicher zur Schule zu kommen.

In dieser Zeit machte er allerdings eine erstaunliche Beobachtung: „Oft entstehen gefährliche Situationen erst durch die Eltern selbst“. Das klingt zunächst wie ein Widerspruch. „Zu oft werden Kinder hektisch mit dem Auto gebracht und in letzter Sekunde vor der Schultüre abgesetzt“, beobachtete Brenner. So käme es immer wieder zu kniffligen Situationen. Er wünsche sich, dass mehr Buben und Mädchen zu Fuß oder mit dem Roller kämen. „Ein gemeinsamer Schulweg ist doch auch kommunikativ“. Noch vor der Schule könnten sich die Kinder mit ihren Freunden austauschen und folgten dem Unterricht später viel entspannter.

Was könnte seiner Meinung nach die Verkehrssituation hier weiter entschärfen? „Ein Stopp für den Baustellen-Verkehr vor Unterrichtsbeginn, etwa von 7.40 bis 8 Uhr“. Danach seien die Kinder wohlbehalten in ihren Klassen. Er werde sich vielleicht diesbezüglich einmal an die Gemeinde wenden.

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