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Der Vorentwurf des Architekturbüros: Auf dem linken Teil des Postangers sind die rund 50 Parkplätze eingezeichnet, die während der Baumaßnahme am nahen Posthof zeitweise von Hotelgästen genutzt werden sollten. Der Gemeinderat lehnte dies jetzt ab.

Grüne Wiese soll nicht zerstört werden

Gemeinderat lehnt Parkplätze auf dem Postanger ab

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Der Antrag des Projektsteuerers, während der geplanten Wohnbebauung des Posthofes auf dem Postanger 50 Parkplätze für Hotelgäste auszuweisen, ist gescheitert. Der Gemeinderat fürchtet um eine zu hohe Belastung für die Grünfläche. Die Anwohner müssen jetzt mit zugeparkten Straßen rechnen.

SauerlachDie BayLa Immobilien-Verwaltungsgesellschaft, Eigentümerin des Gebäudekomplexes, zu dem unter anderem Hotel und Gasthaus gehören, plant auf dem Postanger ab etwa Mitte des Jahres den Bau von 26 Wohnungen (wir berichteten). Das Grundstück diente Kunden und Gästen zuvor als Parkplatz. Diese etwa 100 Stellplätze fallen künftig weg, dafür wird es später eine zweigeschossige Tiefgarage geben. Projektsteuerer ist die Borgert Immobilien GmbH.

Grünfläche gegen Parkplatznot

Geplant sei, zunächst den Deckel der Tiefgarage zu betonieren und dann mit der Unterhöhlung zu beginnen, erläuterte Bauamtsleiter Hubert Zellner. Da sich in diesem Bereich auch das Baulager befinden werde, sei der Platz insgesamt knapp. Die Verwaltung befürchtet, dass die Hotelgäste derweil in der nahen Umgebung des Posthofes parken werden, sprich in der Andrea- und Martinstraße – auf Kosten der Anwohner. Daher bereits im Bauausschuss der Vorschlag, diesen Gästen 26 Parkplätze auf dem Postanger für die Dauer der Baumaßnahme auszuweisen. Um die Anwohner zu entlasten, signalisierte das Gremium zähneknirschend Zustimmung. Immerhin soll hier eine zentrale Grünfläche zu einem Parkplatz umfunktioniert werden.

Aus 26 Stellplätzen wurden plötzlich 50

Jetzt reichte der Projektsteuerer bei der Gemeinde jedoch einen Antrag für beinahe die doppelte Anzahl an Stellplätzen ein. Der Postanger würde später renaturiert und in den ursprünglichen Zustand zurückversetzt werden, heißt es da. „Das hat mich richtig umgehauen“, sagte Bürgermeisterin Barbara Bogner (UBV). So sei dies nicht geplant gewesen. Auch einigen Gemeinderäten platzte der sprichwörtliche Kragen. „Ich werde dem Antrag auf keinen Fall zustimmen“, sagte Josef Bacher-Maurer (CSU), er fühle sich getäuscht. „Ich hätte den Kompromiss gerade noch akzeptiert“, äußerte Andrea Killer (CSU). Sie persönlich habe das Vertrauen in den Bauwerber verloren. „Die Belastung für den Postanger hätte von Anfang an nur minimal sein dürfen“, sagte Axel Horn (Grüne). Der Antrag könne daher nur abgelehnt werden.

16 Ratsmitglieder stimten gegen die 50 Stellplätze. Lediglich Klaus Zimmermann und Rupert Feistbauer (beide UBV) votierten dafür. Selbst die kleinere Variante (26 Parkplätze) hatte an Akzeptanz eingebüßt: Mit 9:9-Stimmen war auch sie vom Tisch. Das ursächliche Problem damit wohl aber nicht. Der Bauherr muss sich jetzt um Alternativen bemühen.

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