Sauerlach erhält gute Noten als Schulstandort

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Der mögliche Bau eines Gymnasiums in Sauerlach hat die nächste Hürde locker genommen. Experten von Planungsverband Äußerer Wirtschaftsraum München und einem Institut für Sozialplanung sehen einen Bedarf, das Angebot an Gymnasien im Süden des Landkreises auszuweiten.

Sauerlach – Als Gründe führen sie das rasante Bevölkerungswachstum im Süden Münchens und die Rückkehr zum G9 im Freistaat an.

Im überarbeiteten Schulbedarfsplan, der im Schulausschuss des Kreistages am heutigen Dienstag präsentiert wird, heißt es: „Ein Gymnasium in Sauerlach wäre mit den Kriterien des Kultusministeriums vereinbar.“

Die Autoren rechnen mit einem starken Zuzug im Einzugsgebiet eines möglichen Sauerlacher Gymnasiums. Demnach soll die Bevölkerung dort bis Mitte der 30er Jahre um 17 Prozent ansteigen, bei der Altersgruppe der Zehn- bis Neunzehnjährigen gar um 20 Prozent. Grund ist, dass sich dort vor allem Familien niederlassen. Außerdem rechnen die Experten damit, dass die Schülerzahl wegen der Rückkehr zum neunjährigen Gymnasium in den nächsten Jahren um zehn Prozent nach oben geht.

Aufgrund dessen sagen die Statistiker voraus, dass es im Süden des Landkreis bis 2035 um 30 Prozent mehr Gymnasiasten geben wird als heute. „Ein solcher Anstieg kann aus heutiger Sicht nicht allein durch einen Ausbau bestehender Gymnasien abgedeckt werden.“

Der Standort Sauerlach punktet bei den Planern wegen des S-Bahn-Anschlusses und der räumlichen Verteilung der bestehenden Gymnasien. Derzeit fahren die meisten Gymnasiasten aus Sauerlach nach Oberhaching, Holzkirchen und Unterhaching. Laut den Experten würden die Schulstandorte in der Umgebung durch ein Sauerlacher Gymnasium nicht im Bestand gefährdet, sondern entlastet. Insbesondere am Unterhachinger Gymnasium würde sich die Situation entspannen.

Wie es im Schulbedarfsplan heißt, könnten ab dem Schuljahr 2023/24 die ersten Vorläuferklassen an der neuen Schule lernen. Das Gymnasium wäre bis Anfang/Mitte der 30er-Jahre voll ausgebaut. Die Autoren rechnen mit insgesamt 900 Gymnasiasten aus dem Landkreis München. Hinzukommen möglicherweise Schüler aus Egling (Landkreis Bad Tölz Wolfratshausen) und Otterfing (Landkreis Miesbach).

Im September vergangenen Jahres hatten sich die Mitglieder des Kreistages einstimmig für die Errichtung eines Gymnasiums in Sauerlach ausgesprochen. Bei der Bewerbung um eine Realschule im Süden des Landkreise war die Kommune als Standort zuletzt noch leer ausgegangen. Den Zuschlag erhielt Oberhaching.

Rubriklistenbild: © dpa

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