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Dieses Schreiben wurde in Sauerlacher Briefkästen verteilt (Unkenntlichmachung durch die Redaktion)

Er wird vom Verfassungsschutz beobachtet

Flugblatt warnt vor Rechts-Rapper in „Nazi-WG“ - Staatsschutz sucht Autoren

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  • Kathrin Kohnke
    Kathrin Kohnke
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Ein rechtsextremer Rapper ist nach Sauerlach im Landkreis München gezogen. Dort ist er nicht willkommen. Ein Flugblatt warnt nun eindringlich vor der „Nazi-WG“.

  • Ein rechtsextremer Rapper ist nach Sauerlach im Landkreis München gezogen.
  • Dort ist der unter Beobachtung des Verfassungsschutzes stehende Künstler nicht willkommen.
  • Ein Flugblatt warnt nun eindringlich vor der neuen „Nazi-WG“.

Update 21. Januar, 17 Uhr:

Im Fall des Boykottaufrufs gegen eine als „Nazi-WG“ bezeichnete Wohngemeinschaft in Sauerlach ermittelt der Staatsschutz weiterhin gegen Unbekannt. Das teilte das Polizeipräsidium München auf Nachfrage des Münchner Merkur mit. Damit widerspricht die Behörde indirekt im Netz kursierenden Behauptungen, wonach die Verteiler der Flugblätter namentlich bekannt und gefilmt worden seien. Die „Informationsblätter“ würden derzeit hinsichtlich mutmaßlicher presserechtlicher und datenschutzrechtlicher Verstöße sowie etwaiger Beleidigungsdelikte geprüft. Die abschließende verbindliche rechtliche Bewertung sei Aufgabe der Staatsanwaltschaft.

Erst-Artikel vom 21. Januar:

Sauerlach – Eine Plakataktion einer linksaktivistischen Gruppierung sorgt derzeit für Diskussionen und Verunsicherung in der Gemeinde Sauerlach im Landkreis München. Bei vielen Bürgern landete dort ein Flugblatt im Briefkasten, das vor einer „Nazi-WG“ im Ort warnt: Ein „gewalttätiger Nazi-Rapper“ und ein „verurteilter Mörder und Straftäter“ wohnen demnach dort mit vier weiteren Mitbewohnern aus dem rechtsextremen Milieu in einem Mehrparteienhaus.

Rechtsextremer Rapper zieht nach Sauerlach: Linksaktivisten drucken Flyer

Der Flyer, der auch online über die linksautonome Plattform „Indymedia“ verbreitet wurde, zeigt Fotos der beiden WG-Bewohner und nennt deren Klarnamen sowie die Adresse – verbunden mit dem Aufruf: „Ziehen Sie persönliche Konsequenzen und bieten Sie als Gemeinde und Nachbarschaft keinen Rückzugsort für extrem rechte Ideologie und Täter!“

Anonyme, auf Indymedia publizierende Aktivisten waren in der Vergangenheit wiederholt mit ähnlichen Aktionen aufgefallen. Der deutschsprachige Ableger der Seite gilt dem Verfassungsschutz als Forum und Medium für Linksextremisten.

Video: Seehofer will Kampf gegen Rechtsextreme verstärken

Sauerlach: Nach linker Aktion gegen rechten Rapper - Staatsschutz eingeschaltet

Die Sauerlacher Flugblätter beschäftigen nun den Staatsschutz. Die Behörde ermittle gegen die Verbreiter des Schreibens, teilt das Polizeipräsidium München auf Anfrage mit. Zu den genauen Tatbeständen war am Montag zunächst keine Auskunft zu bekommen, unter anderem fehlt den Ermittlern zufolge ein rechtskonformes Impressum. Im Netz nennen sich die Hinterleute „Aktionskommando Resi Huber“.

Ob die Angaben über die beiden auf dem Flyer gezeigten Personen stimmen, konnte das Polizeipräsidium mit Verweis auf den Datenschutz nicht beantworten. Der als „Nazi-Rapper“ bezeichnete Musiker wird im bayerischen Verfassungsschutzbericht 2018 namentlich als Rechtsextremist geführt.

Rechter Rapper in Sauerlach: Gemeinde steht mit den Behörden in Kontakt

Sauerlachs Bürgermeisterin Barbara Bogner (UBV) erklärte, sie sei von der Polizei über die Flyer informiert worden. Die Gemeinde sei mit den Behörden in Kontakt, aber nicht direkt für die Sache zuständig. Den Rechts-Rapper habe Bogner einmal auf dem Passamt kennengelernt – als „ruhigen Sauerlacher Bürger“.

Die rechtsextremistische sogenannte Identitäre Bewegung (IB) hatte im vergangenen Jahr Gebäude von Redaktionen und Parteien mit Plakaten beklebt. Der B undesverfassungsschutz hat die "Identitäre Bewegung Deutschland" (IBD) zuvor als eindeutig rechtsextrem eingestuft.

In Sachsen-Anhalt hat ein Getränkemarkt Bier mit Nazi-Symbolik vertrieben. Seinen Ursprung hat das Gebräu in Thüringen.

ja, kko

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