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Bühnenaufbau im Sportheim Arget mit: (v.l.) Andreas Eichner (Bühnenbeauftragter), Leo Lederwascher (Vize-Vorstand), Margarete Stahl, Lukas Berthold (Bühnentechnik), Hansi Aichler (Vorsitzender), Franz Jaud und Leonie Burghardt (Schatzmeisterin).

Oberlandler Theaterjugend

Frischer Wind in der Theater-Szene

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Sattelfest im Bairischen sollte sein, wer das neue Stück der Oberlandler Theaterjugend besucht. Ein junges, frisches Ensemble voller Esprit und Spielfreude. „Doppelt eigschlong“ lautet der Titel des Stücks in Eigenregie. Die Premiere und die zweite Aufführung im Sportheim Arget sind so gut wie ausverkauft.

Arget– Nach „Zwoaraloa gleiche Kinder“ und „Oimarisch Obackt“ ist es das dritte Stück der Theatertruppe aus dem Oberland. Seit Anfang 2016 gibt es das Ensemble aus 17 aktiven Mitgliedern im Alter von 17 bis 20 Jahren. Die Akteure kommen aus Arget, Altkirchen, Otterfing, Hofolding, Holzkirchen, Hartpennig, Darching. „Die Kameradschaft und der Zusammenhalt in der Gruppe sind für uns das Wichtigste“, betont Vize-Vorstand Leo Lederwascher (19). Er macht derzeit eine Ausbildung zum Brauer und Mälzer bei der Spaten-Löwenbräu-Gruppe München.

Alle kennen sich noch von der Schulzeit, haben gemeinsam die Holzkirchner Realschule besucht. „In einem Projekt mit unserer Lehrerin Elisabeth Schick-Billy haben wir eine Menge rund ums Theaterspiel gelernt“, ergänzt dazu Max Lechner. Der Beginn einer Leidenschaft. Nach dem Schulabschluss hätten alle gern weitermachen wollen, so sei es zur Gründung des Vereins gekommen, erzählt der 18-Jährige weiter. Zurzeit widmet er sich einer raren Handwerkskunst, er will einmal Säckler werden. In Lenggries bei der Säcklerei Bammer lernt er das. Aber auch Tischler, Schreiner und Kachelofenbauer gibt es in der Gruppe. Für das Theater freilich von Nutzen: „Wir machen alles selbst“, betont Hansi Aichler, der Vorsitzende der Oberlandler. Vom Stückschreiben bis hin zum Bühnenbau stamme alles aus eigener Feder und Kraft.

„Doppelt eigschlong“ heißt nun das aktuelle Stickl in Mundart. „Das ist uns wichtig, weil wir das Bairische durchaus für modern halten“, betont Leo Lederwascher. Die Gruppe sei ein großer Verfechter der Heimatsprache. Das beinhalte auch die Wahrung von Tradition und Bräuchen. Herauskommt dabei ein lebendiges Bauerntheater mit Pep und Herz - und jeder Menge Lokalkolorit.

Wer jetzt wissen möchte, ob der Feuerwehrkommandant Flori im Stück vertuschen kann, dass er feucht-fröhlich eine Laterne übersehen hat, sollte zu einer der Aufführungen kommen. Dort gibt es auch Auflösung darüber, ob er seine älteste Tochter tatsächlich verheiraten kann - obwohl sie andere Pläne hegt. Turbulenz ist angesagt, Premiere ist am heutigen Freitag.

Hier kann man das Stück sehen

Die Aufführungen von „Doppelt eigschlong“ am heutigen Freitag und am Sonntag, 8. April, sind so gut wie ausverkauft. Weitere Termine im Sportheim Arget, Otterfinger Weg 11, Sauerlach, sind am Samstag, 14. April, 20 Uhr, sowie am Sonntag, 15. April, 19.30 Uhr. Karten für 7,50 Euro gibt es an der Abendkasse sowie online unter www.oberlandler-theaterjugend.de. Einlass je eine Stunde vor Spielbeginn.

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