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Tor zum Oberland: Neubürger wie auch geehrte Ehrenamtliche bittet Bürgermeisterin Barbara Bogner (r.) für ein Erinnerungsfoto auf die Bühne.

Bürgerempfang mit Ehrung

Sauerlach sagt Grüß Gott

Sauerlach - Naturnähe, das beschauliche Leben, die Freundlichkeit: das lieben Neubürger an Sauerlach. 341 Menschen sind 2016 hergezogen. Bürgermeisterin Barbara Bogner lud sie zum Bürgerempfang.

Sauerlach ist mit zwölf Ortsteilen die flächenmäßig größte Gemeinde des Landkreises München. Etwa 7750 Menschen leben hier. Unter ihnen eine Reihe von Flüchtlingen verschiedener Nation. Einige von ihnen waren mit Mitgliedern des Helferkreises in die Mehrzweckhalle gekommen. So auch Arezo G., ein aufgewecktes, afghanisches Mädchen. „Seit sechs Monaten wohnt meine Familie in Sauerlach, seit etwa einem Jahr sind wir in Deutschland“, erzählt die 14-Jährige später. Arezo hat noch zwei Brüder und eine Schwester. Ihr Deutsch ist beeindruckend, das in dieser kurzen Zeit. Zudem besucht sie das Wilhelm-Hausenstein-Gymnasium in Bogenhausen, ist zu Recht stolz darauf und doch bescheiden. Eine Stunde hin und zurück mit den Öffentlichen – „na ja, in diese Zeit kann ich ja lernen“, sagt sie und lächelt. Das Mädchen liebt die sauberen Straßen, die vielen Bäume hier. In ihrer alten Heimat ist das anders. „Die Menschen sind so nett“, sagt sie dann. Ihr gefallen die Regeln, die es gibt und „dass hier alle mit Bedacht sprechen“. Später will Arezo einmal Chirurgin werden, das weiß sie genau. Ob es klappt? Sie ist auf dem besten Weg dorthin.

Sich gegenseitig kennenlernen und Kontakte knüpfen, das ist Sinn und Zweck der Veranstaltung. Zwar waren offensichtlich nicht alle Neubürger der Einladung gefolgt. Doch das tat der Stimmung in keinen Abbruch. Viele Gemeinderäte und die Vertreter der beiden Kirchengemeinden stellten sich gern dem Gespräch. Den musikalischen Rahmen bot die Oberlandler Wirtshausmusi unter Leitung von Valentin Gröbmair. Stefan Schelle, der Bürgermeister von Oberhaching, bläst hier die Tuba.

In ihrer Rede nannte Bürgermeisterin Bogner Fakten. Zwischen 23 und 24 Millionen Menschen seien bundesweit im Ehrenamt. Hier führe Deutschland in der EU, gefolgt von Frankreich und Polen. „Die Wertschöpfung durch soziale Arbeit beträgt hierzulande mehr als 25 Milliarden Euro“, so Bogner. An der Spitze läge allgemein der Bereich Sport (28 Prozent), gefolgt von den sozialen Diensten. „Viele Bereiche des öffentlichen Lebens könnten ohne den Einsatz dieser Menschen kaum existieren“, schloss Bogner.

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