Verschneites Kleinod: Die St. Anna Kapelle in Staucharting.
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Verschneites Kleinod: Die St. Anna Kapelle in Staucharting.

„Warngauer Watschler“ erklären Sauerlach zum Wanderparadies

  • Stefan Weinzierl
    vonStefan Weinzierl
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Sie nennen sich „Warngauer Watschler“, marschieren gerne durch Wald und Flur und strecken ihre Fühler jetzt nach Sauerlach aus: Die Rede ist vom Warngauer Wanderverein, der bereits in Helfendorf sowie Otterfing und Warngau permanente Wanderwege ausgewiesen hat und nun auch eine Strecke bei Sauerlach einrichten will.

Sauerlach – Bis April soll die Strecke beschildert sein, wie der Vereinsvorsitzende Peter Paskuloff auf Merkur-Nachfrage erklärt. Ab dann sollen Wanderwillige ihrem Frischluft-Hobby auf Strecken von sechs, elf und 20 Kilometern im wahrsten Sinn des Wortes nachgehen können. Wer sich am Start- beziehungsweise Zielpunkt auch noch eine offizielle Startkarte erwirbt und die entsprechenden Kontrollpunkte passiert, darf sich am Ende über einen Stempel freuen. Als Start- und Zielpunkt hat Paskuloff die Bäckerei Ratschiller an der Münchner Straße ins Auge gefasst. Letzte Details müssten aber noch geklärt werden, sagt er.

S-Bahnhof und schöne Wege

„Bei einer Wanderung im vergangenen Jahr ist uns die Idee gekommen, einen Permanentwanderweg in Sauerlach anzubieten“, erzählt der Wanderfreund. Die Vorteile am neuen Wanderziel: Sauerlach hat einen S-Bahnhof und schöne Wege. Die Elf- und die 20-Kilometer-Strecke führt außerdem mit der Wallfahrtskapelle St. Anna im Deisenhofener Forst an einem sehenswerten Baudenkmal vorbei.

Grünes Licht von den Bayerischen Staatsforsten

Das Vorhaben der Warngauer Wanderfreunde wurde jetzt auch im Bau- und Umweltausschuss der Gemeinde Sauerlach erörtert. Wie Bürgermeisterin Barbara Bogner (UBV) mitteilte, haben die Bayerischen Staatsforsten bereits grünes Licht für die Ausschilderung gegeben. Die vom Wanderverein ausgewählte Strecke führt zum großen Teil durch Forst im Staatsbesitz. Allerdings gibt es auch Wege durch Privatbesitz. Deshalb sollen die „Watschler“ nach dem Willen der Gemeindeverwaltung zusätzlich die privaten Waldbesitzer anschreiben und die Erlaubnis einholen. Außerdem, so war man sich im Bau- und Umweltausschuss einig, müssten die Wandertaferl „ordentlich“, also stabil und sicher aufgestellt werden. Dann steht dem Spaziervergnügen aus Sicht der Sauerlacher Gemeinderatsmitglieder nichts mehr im Wege. „Lassen wir sie wandern“, lautete das Fazit von Ursula Gresser (FDP): „Wandern ist schließlich gesund.“

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