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Die Mesnerbergler sind mit 215 Mitgliedern gut aufgestellt. 

100 Jahre Mesnerbergler Arget

Trachtler feiern gleich zwei Mal

Sauerlach - Einen Gottesdienst und einen vereinsinternen Abend gab es bisher, zu Pfingsten 2016 plant der Argeter Verein zum 110-jährigen Bestehen einen großen Festumzug

Mit einem Gottesdienst in St. Michael und einem geselligen Abend im Trachtenheim beging der Traditionsverein sein Jubiläum. Am Pfingstmontag 2016 feiert dann ganz Sauerlach mit. „Der Grund dafür ist einfach die kalte Witterung im Gründungsmonat Dezember“, begründet Schriftführer Hubert Zellner die Teilung. Zu kostbar sind die Trachten, die zudem nicht als Winterkleidung gedacht sind. Geplant ist an Pfingsten ein Festumzug mit Nachbarvereinen, ein Festgottesdienst anschließender Feierlichkeit im Argeter Gasthof Schmuck. Dies alles dann, so die Hoffnung, bei allerherrlichstem Sonnenschein.

"Es ist schön, die Trachtler der Heimat zu sehen“, begrüßte Monsignore Wolfgang Bouché die Mesnerbergler in der Pfarrkirche St. Michael. Tracht beweise die Nähe zu den Quellen und den Glaube an Tradition und das Leben. Dies alles in der heutigen vernetzten Welt zu bewahren, dazu gehöre sehr viel, lobte Bouché. Der Gottesdienst wurde vom Kirchenchor St. Michael stimmungsvoll umrahmt. Im Anschluss ging es im lockeren Zug hinüber ins nahe Trachtenheim, wo der Monsignore wie auch Bürgermeisterin Barbara Bogner gemeinsam mit den Mesnerberglern feierten. Hier sorgten die „Staadlustigen“ aus Wettlkam für gute Musik. 

Aus den anfänglich neun Dorfburschen, die den Verein im Dezember 1905 als „Gebirgstracht Erhaltungsverein“ gründeten, ist heute eine Gemeinschaft von 215 Mitgliedern im Alter von 16 bis 90 Jahren gewachsen. Erst 1947 erfolgte die Namensänderung, die Bezeichnung Mesnerbergler wurde offiziell. Zu den Meilensteinen der Vereinsgeschichte gehört freilich die Öffnung des reinen Männerclubs für das weibliche Geschlecht. Zu den Pionierinnen zählten 1932 Rosa Stahl, Cilli Maier, Maria Schapperer, Kathi Grasberger, Walburga Schuster und Josefa Schneider. Mehr als 80 Jahre fand das Vereinsleben im früheren Lochhofener Dorfgasthaus statt. Nach dem Tod der Wirtsleute wurde das Haus 1983 geschlossen. Das Vereinsheim am Sportplatz diente zwischenzeitlich als Ersatz. Bereits 1986, nach elfmonatiger Umbauphase, konnte das Domizil im ehemaligen Argeter Schulhaus eröffnet werden. Bis heute ist das Trachtenheim an der Ecke Schul- und Michaelistraße das Herz der Mesnerbergler in Arget. 

Bereits seit 19 Jahren ist Peter Gigl erster Vorsitzender des Vereins. Insbesondere die Förderung der Jugend hat sich der 47-jährige Fuhrunternehmer auf die Fahnen geschrieben. Etwa 20 Mitglieder hat die aktive Kinder- und Jugendgruppe momentan. Nachwuchssorgen gibt es im Grunde wohl keine. „Aber junge Leute sind uns natürlich immer willkommen“, betont Gigl. Immerhin werde der Erhalt von Brauchtum, Tracht und Sitte zukün

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