Ein Beitrag zur Wiederaufforstung: (v.l.) Landtagsabgeordneter Nikolaus Kraus (FW), Karin Karner, Gabriele Gruber, Landrat Christoph Göbel, Alexander Zimmermann, Andreas Janson, Klaus Alt und Thomas Zimmermann. Foto: fkn

Schädlingsplage: Bürgerinitiative „Gegen den ALB-Traum“

Feldkirchen - Die Bürgerinitiative „Gegen den ALB-Traum" hat vom Landkreis München ein Spende erhalten, die dabei helfen soll, die Bäume der Gemeinde Feldkirchen zu ersetzen, die wegen Befalls mit dem Asiatischen Laubholzbockkäfer (ALB) gefällt wurden.

Im Herbst 2012 war der Schädling in der Gemeinde Feldkirchen gefunden worden. Seither mussten unzählige, vor allem auch gesunde Bäume gefällt werden (wir berichteten). Allein in den vergangenen Wochen sind im Gemeindegebiet über 100 kerngesunde Bäume der Säge zum Opfer gefallen, insgesamt über 700 Laubbäume.

„Die zum Teil 100 Jahre alten Bäume stellen einen großen ökologischen Verlust dar“, betont Thomas Zimmermann von der Bürgerinitiative „Gegen den ALB-Traum!“, als Landrat Christoph Göbel der Bürgerinitiative den Spendenscheck überreichte. „Mit den 20 000 Euro werden wir einen Teil der gefällten Bäume ersetzen“, freut sich Karin Karner von der Bürgerinitiative. Statt großflächiger Fällaktionen fordert sie den Einsatz alternativer Bekämpfungsmittel wie Baumimpfungen, flächendeckender Lockstoff-Fallen oder dem Medikament Emamectin, das derzeit in der Schweiz bereits im Obstbau eingesetzt werde und in Versuchen in China erste Erfolge erzielt habe.

Landrat Christoph Göbel fürchtet auch um Baumbestand in anderen Landkreisgemeinden. Denn nach Feldkirchen und den Haarer Ortsteilen Ottendichl und Salmdorf ist der Schädling jetzt auch in Neubiberg aufgetreteten. Die alternativen Methoden seien zwar noch nicht ausreichend erprobt, trotzdem müsse man nun wohl über andere Bekämpfungsmethoden als nur den radikalen Kahlschlag nachdenken.

„Je früher man die radikale Methode einstellt, weil man die Erkenntnis hat, dass es sich bei dem Asiatischen Laubholzbockkäfer nicht um ein lokales Phänomen handelt, desto besser“, sagt Göbel. Die Maßnahme, im Umkreis von 100 Metern um einen befallenen Baum alle anderen, auch gesunden Bäume zu fällen, mache dann keinen Sinn mehr. Er hoffe auf ein baldiges Umdenken im Landwirtschaftsministerium. mm

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