Hinter ihm die Musiker, vor ihm das Publikum: Adi Stahuber und seine Isartaler Blasmusik. F: Sh

Ein festlicher Nachmittag mit Adi Stahuber

Schäftlarn - Ein Benefizkonzert der Superlative erwartete die Besucher der Kirche St. Benedikt: Adi Stahuber und seine Isartaler Blasmusik gaben auf Einladung der Pfarrei und Lia Schneider-Stöckl im Gotteshaus an der Lechnerstraße ein knapp zweistündiges Konzert.

Unter dem Motto „Ein festlicher Nachmittag“ zeigten die 15 Musiker um Adi Stahuber ihr musikalisches Könnens: Vom „Radetzky-Marsch“ bis „Amazing Grace“, von „Time to say good bye“ bis „Dona Nobis Pacem“ (hervorragend hier die Trompetensoli von Maria Engelhart aus Neufahrn rechts der Isar und Toni Gebhart aus Königsdorf). Ebenso durften Werke von Wagner und Verdi, die beide 2013 ihren 200. Geburtstag feiern, nicht fehlen. Den „Gefangenenchor“ aus „Nabucco“ widmete Stahuber dem extra angereisten, ehemaligen Gemeindepfarrer Anton Fürstenberger - in Erinnerung an das „Concerto Grande“, das die Isartaler Blamusik zur Verabschiedung des beliebten Seelsorgers im Juli 2012 gab. „Normal spiele ich dieses Stück immer für meine Mutter - heute ist es ausnahmsweise für Sie.“ Verstärkt wurden die Musiker mitunter von Organist Pierre Schuy aus Ebenhausen, zum Beispiel bei „Highland Cathedral“. „Wenn wir hier in Ebenhausen schon so einen hervorragenden Orgelspieler haben“, begründete Stahuber seine Entscheidung, „wollen wir das auch ausnutzen.“

Überhaupt führte das Oberhaupt der Blaskapell auf humorvoll-herzliche Art durchs Programm, erklärte Hintergründe zu den Stücken oder erzählte kleine Anekdoten: „Sie werden sich bestimmt wundern, warum wir den ,Flieger Marsch’“ spielen“, vermutete der Baierbrunner. „Beim Zusammenstellen der Stücke habe ich die Worte Himmel-Leben-Kreuz-Gott gegoogelt. Heraus kam der ,Flieger Marsch’, schließlich heißt es im Text: ,Kerzengrad steig ich zum Himmel, flieg’ ich zur Sonn’ direkt. Unter mir auf das Gewimmel, da pfeif’ ich mit Respekt. Wenn wir dann so oben schweben, mein Freund, das ist ein Leben! Da fühl ich mich als junger Gott, Kreuz Himmeldonnerwetter sapperlot!’“

Die erbetenen Spenden zum Konzert gehen an Professor Josef Hainz von der Indienhilfe Kelkheim. „Die Dörfer werden trotz Armut und Naturkathastrophen alleine gelassen“, beschreibt der Vereinsvorsitzende die Situation. „Viele Menschen wandern in die Städte ab, wo sie aber in den Slums ein noch größeres Elend erwartet.“ Die Indienhilfe Kelkheim versucht die Dörfer zu unterstützen und so als „Lebenswelt“ zu erhalten. sh

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