Pädagogik

Nachmittagsbetreuung bereits sehr gut

Schäftlarn - Mit dem Thema der offenen Ganztagesschule für die Jahrgangsstufen 1 bis 4 und weiterer Kombimodelle haben sich die Schäftlarner Grünen beschäftigt. Anton Höck, selbst Schulleiter an der Grundschule Icking, und Veronika Hein haben sich damit auseinandergesetzt, was dies für Schäftlarn bedeuten könnte.

„Ganztag hat Vorrang“, sagt Höck bezüglich des eingeschränkten Raumangebots an der Schule in Schäftlarn. „Doch was, wenn die Schule erst durchgängig dreizügig ist und alle zwölf Klassenräume besetzt sind?“ Der ehemalige Gemeinderat regt an, die Vereinsräume – ausgenommen die der Gemeindebücherei – der Schule zuzuschlagen. „Dafür sollte man die Diskussion um das neue Feuerwehrgerätehaus für die Hohenschäftlarner Wehr mit Räumlichkeiten für Vereine und Veranstaltungen verbinden.“ Hein und Höck weisen auch auf die verbesserten staatlichen Förderungen hin. Diese Überlegungen nahm die Grünen-Fraktion im Gemeinderat zum Anlass, nach dem Stand der Dinge in Schäftlarn zu fragen.
Die Verwaltung ihrerseits wandte sich an Wolfgang Prechter, Leiter der Grundschule. „Die Eltern haben bisher kaum Interesse an einer Ganztagesschule gezeigt, auch aus dem Elternbeirat kamen noch keine Impulse“, so dieser in seinem Antwortschreiben. Prechter sieht den Grund dafür in dem „sehr flexiblen Nachmittagsbetreuungsangebot: Vier Betreuungs-Gruppen bis 14 Uhr, zwei bis 16 Uhr sowie zwei Hortgruppen bis 17 Uhr, die letzten beiden mit Hausaufgabenbetreuung, der Hort auch mit Ferienbetreuung.“ Dazu kommt noch ein breites Spektrum an Nachmittags-Arbeitsgemeinschaften. Zudem fehlen in Schäftlarn die Räumlichkeiten. Nichtsdestotrotz möchte sich der Schulleiter in Absprache mit der Schülermittagsbetreuung und dem Hort eine offenen Ganztagesschule genauer anschauen, um weitere Erkenntnisse zu gewinnen, inwieweit man den Gedanken personell, inhaltlich und räumlich umsetzen könnte. (sh)

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