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Die Polizei kritisiert bei einem Brand auf der A95 die fehlende Rettungsgasse.

Polizei kritisiert Autofahrer

Pkw geht auf A95 in Flammen auf: Keine Rettungsgasse - das hat fatale Folgen

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Völlig ausgebrannt ist ein BMW auf der A95 zwischen Starnberg und München. Die Polizei kritisiert, dass die Autofahrer auf der Autobahn keine Rettungsgasse gebildet haben. Die Feuerwehr musste Schlangenlinien fahren.

Schäftlarn - Am Monatg um 8 Uhr fuhr eine Frau aus Berg im Kreis Starnberg mit ihrem BMW auf der A95 in Richtung München, als an der Landkreisgrenze bei Neuried plötzlich Rauch aus dem Motorraum hervorquoll, berichtet die Polizei. Die 48-Jährige schaffte es noch, ihren Wagen auf dem Seitenstreifen abzustellen und sich in Sicherheit zu bringen, bevor der BMW komplett ausbrannte. 

Polizei: Feuerwehr musste Schlangenlinien fahren

Das konnten auch die Feuerwehren aus Hohenschäftlarn, Wangen, Neufahrn, Starnberg und Berg mit insgesamt 6 Einsatzfahrzeugen und 21 Feuerwehrlern nicht verhindern. Ein Grund dafür könnte die nicht gebildete Rettungsgasse sein. Die Polizei kritisiert, dass die Feuerwehrfahrzeuge im sich bildenden Stau regelrechte in Schlangenlinien zum Einsatzort fahren mussten.

Für die Löscharbeiten sperrte die Polizei die A95 in Richtung München für 45 Minuten voll, eine weitere halbe Stunde war nur eine Spur befahrbar. Der Rückstau wuchs auf eine Länge von rund fünf Kilometern an. Die Frau aus Berg blieb unverletzt, den Schaden schätzt die Polizei auf rund 40.000Euro. Zudem werden die Polizisten der Verkehrspolizei Weilheim künftig verstärkt auf die Rettungsgasse achten und das Nicht-Einhalten sanktionieren.

Leser wehrt sich gegen Vorwürfe

Mittlerweile hat sich ein Leser, der am Montag im Stau auf der A95 gestanden ist, an unsere Redaktion gewandt. Er stand laut eigenen Angaben etwa 700 Meter entfernt von dem brennenden Auto und berichtete von einer einwandfreien Rettungsgasse. „Die Autos auf der rechten und mittleren Spur sind vorbildlich nach rechts gefahren, die auf der linken Spur nach links.“ Er gab aber auch an, nicht beurteilen zu können, wie die Rettungsgasse weit hinter ihm und vor seinem Eintreffen in dem Stau ausgesehen habe.

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