Hans Magerl
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War immer für andere da: Hans Magerl.

Der Ebenhauser Hans Magerl ist im 87. Lebensjahr gestorben

Abschied von einem Feuerwehr-Urgestein

  • Sabine Hermsdorf-Hiss
    vonSabine Hermsdorf-Hiss
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Er galt überall als hilfsbereit und zuverlässig: Feuerwehr-Urgestein Hans Magerl ist im Alter von 87 Jahren gestorben.

Hans Magerl hinterlässt drei Kinder, sieben Enkel und sieben Urenkel. Geboren wurde der Ebenhauser 1933 in Neuzetlisch (Böhmen). „1946 zog die Familie, also die Großeltern, mein Vater und seine drei Geschwister, nach Zell“, berichtet Sohn Anton Magerl. Nach der Schule in Holzen schloss sich eine Lehre als Schuster an, später trat er in das Baugeschäft der Familie ein.

Zusammen mit seiner Frau Johanna Sedunko hatte Hans Magerl drei Töchter und zwei Söhne. „Und er war leidenschaftlich gerne in seinem Schrebergarten, wo er auch Hühner und Tauben hielt.“ Doch dann schlug das Schicksal zu. Erst, 2001, verlor er eine Tochter, wurde vier Jahre später Witwer und musste sich 2017 von einer weiteren Tochter verabschieden. Auch gesundheitliche Probleme machten ihm zu schaffen. „Nach mehreren Operationen zog er auf eigenen Wunsch ins Alten- und Pflegeheim Ebenhausen.“ Hier bekam er 2017, zur Ehrung für 65-jährige Mitgliedschaft, Besuch seiner Kameraden von der Ebenhauser Feuerwehr. „Insgesamt war Hans Magerl also 68 Jahre bei uns“, rechnet der Erste Vorstand des Vereins, Alfred Glas, vor. „Von 1969 bis 1971 war er sogar unser Erster Kommandant.“

Egal ob bei Brand-Einsätzen, wie in der Pupplinger Au, Gut Schwaige, in der Firma Peroxid oder auch bei Technischen Hilfeleistungen, auf Hans Magerl war immer Verlass. „Gerade, als der Prälatenstadl am Kloster Schäftlarn, der als Fahrzeughalle für landwirtschaftliche Fahrzeuge genutzt wurde, lichterloh brannte, war das schnelle und verantwortungsvolle Handeln von unserem Hans als Fahrer des neuen LF8 gefragt“, berichtet Glas. „Wir mussten dringen auf die Südseite, um hier die angrenzenden Gebäude zu schützen. Der Weg führte unter der Verbindungsbrücke Stadel und Viehstall hindurch – kurz danach ist die Brücke dann eingestürzt.“

1993 beendete Magerl seinen Aktiven Dienst. „Und stand uns aber immer mit Rat und Tat zur Seite“, lobt der Erste Vorstand. „Leistungsprüfungen, Flohmarkt, oder das Austeilen von Handzetteln – er war immer zur Stelle und half wo er nur konnte.“ Egal ob in der Familie oder der Feuerwehr: Hans Magerl wird fehlen.

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