Mit den Beatles, Deep Purple und Frank Zappa sozialisiert: Abt Petrus Höhensteiger. 
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Mit den Beatles, Deep Purple und Frank Zappa sozialisiert: Abt Petrus Höhensteiger. 
In der Klosterkirche: (v.l.) Anja Brandstäter, Karl Forster und Susanne Rieder mit der Festschrift.
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In der Klosterkirche: (v.l.) Anja Brandstäter, Karl Forster und Susanne Rieder mit der Festschrift.
50 Jahre Schäftlarner Konzerte: Maurice Andre und Benno Forster.
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50 Jahre Schäftlarner Konzerte: Maurice Andre und Benno Forster.

50 Jahre Schäftlarner Konzerte

Abt Petrus hört gerne Deep Purple

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Was haben Deep Purple und die Beatles mit der Klosterkirche Schäftlarn zu tun?

Schäftlarn – All diese Frage werden in einer Festschrift zum Jubiläum 50 Jahre Schäftlarner Konzerte beantwortet, die Anja Brandstäter und Susanne Rieder vom Förderkreis Schäftlarner Konzerte sowie der Journalist und jüngere Bruder des Gründers Benno Forster, Karl Forster zusammengestellt haben. „Im Winter haben wir uns diese Suppe eingebrockt“, sagt Brandstätter. „Da ist uns klar geworden: Zum Jubiläum brauchen wir eine Festschrift.“

Grußworte von Kardinal Marx undd Horst Seehofer

Schnell mit ins Boot geholt wurden Karl Forster, der die Geschichte der Schäftlarner Konzerte hautnah miterlebt hat, sowie Ulrike Lang, die die grafische Gestaltung übernahm. „Die Grußwortschreiber zu finden war leicht“, berichtet Forster. „Egal ob Reinhard Kardinal Marx, der ehemalige Ministerpräsident Horst Seehofer oder Landrat Christoph Göbel – man musste nicht lange bitten.“

Auch Abt Petrus Höhensteiger als Hausherr des Veranstaltungsortes stellt seine Liebe zur Musik dar, egal ob Rock, Pop, oder Klassik. „Als die ersten Kirchenkonzerte in Schäftlarn stattfanden“, schreibt er auf seine humorvolle Art, „lebte ich als Fünfjähriger in der Abgeschiedenheit meines Heimatortes Hittenkirchen im Ortsteil Kothöd. Ein Platz, den man wirklich nicht als Inbegriff einer tosenden Weltmetropole bezeichnen kann.“ Interesse an der Musik? Fehlanzeige. Erst sieben Jahre später mit den Beatles, den Rolling Stones und Frank Zappa sollte sich dies ändern. „Festzuhalten bleibt, dass mich Musik jeglicher Art auf meinem geistlichem Weg begleitet und inspiriert hat. Das mag bei den heftigen Dezibel-Attacken von Deep Purple seltsam klingen, ist aber so.“

Sind die Konzerte zu weltlich?

Denn muss Musik einen religiösen Titel tragen, um religiös zu sein? Darf ernste und komplex strukturierte Musik auch Spaß machen? In den 80er Jahren sollten die Konzerte in der Klosterkirche sogar einmal abgeschafft werden. „Die Musik sei zu weltlich“, hieß es. Nur dem Zutun des damaligen Abts Gregor Zasche ist es zu verdanken, dass ein Kompromiss gefunden wurde: In das jeweilige Programm wurde ein geistliches Werk mit aufgenommen.

Den Gedanken, Neues zu wagen, hat auch Benno Forsters Sohn Michael, der jetzt an des Vaters Stelle getreten ist, bei der Programmzusammenstellung verwirklicht. „Ich möchte beispielsweise zusammen mit dem Orchester und den Zuhörern ausgefallene Soloinstrumente entdecken, wie wir das auch schon mit dem Bandoneon erfolgreich umgesetzt haben.“ Die Autoren erzählen auch Anekdoten aus 50 Jahren Schäftlarner Konzerte. „So sollte einmal die Pianistin Ingrid Haebler auf ihrem Mozart-Flügel ein Konzert geben“, erinnert sich Forster. „Doch in der Kirche verlor sich der Klang.“ Die Rettung war ein Arzt aus Wolfratshausen, der einen Steinway besaß. „Der wurde dann mit dem Schweinetransporter hergebracht.“ Forster lacht. „Und er, also der Flügel, hat überlebt.“

Konzertauftakt

Die Festschrift erscheint in einer Auflage von 2000 Stück und ist für fünf Euro an der Klosterpforte, dem Klosterladen und bei den Konzerten erhältlich. Das erste Konzert des Jubiläumsprogramms findet unter dem Motto „Goldener Barock“ mit Werken von Vivaldi, Bellini und Haydn am Samstag, 5. Mai, um 19 Uhr in der Klosterkirche Schäftlarn statt.

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