Kameradschaftsabend (l.) mit dem deutschen Gast. Daniel Buck sitzt vorne rechts.
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Kameradschaftsabend (l.) mit dem deutschen Gast. Daniel Buck sitzt vorne rechts. 
Bei den Übungen betreute er die Einsatzstelle „Tiefbauunfall“.
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Bei den Übungen betreute er die Einsatzstelle „Tiefbauunfall“.
Daniel Buck mit dem Zeichen der „convencion tecnica“.
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Daniel Buck mit dem Zeichen der „convencion tecnica“.
Beim Einsatz in Chile.
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Beim Einsatz in Chile.
Beim Einsatz in Chile.
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Beim Einsatz in Chile.
Beim Einsatz in Chile.
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Beim Einsatz in Chile.

Fortbildung in Chile

Alle Feuerwehrleute sind Brüder

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12.600 Kilometer ist Schäftlarns Feuerwehr-Kommandant zum Einsatz geflogen. Nach Chile!

Schäftlarn – Normalerweise stecken in Urlaubs-Reisekoffern Badehose, Handtücher, T-Shirts und kurze Hose. Nicht so bei Daniel Buck (44): Statt bunt bedruckter Hemden hatte er Einsatzkleidung, Uniform und Fachunterlagen aus dem Feuerwehrwesen eingepackt. Der Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Schäftlarn verbrachte zwei Wochen in Chile; nicht nur als Tourist, sondern als Dozent bei der „Convencion Tecnica“. Bei diesem Treffen der Feuerwehren aus dem Süden des Landes und der Metropolregion Los Angeles werden in Theorie und Praxis die verschiedensten Einsatzszenarien geübt.

Daniel Buck betreut die Übung „Tiefbauunfall“

Die Einladung des Schäftlarnes erfolgte über die „Sechste Feuerwehr Kompanie der Stadt Los Angeles“, mit der Buck seit einigen Jahren einen engen Kontakt pflegt. Drei Tage lang sollte die „Convencion Tecnica“ dauern. „Die Kameraden der Sechsten Kompanie hatten für die rund 100 angereisten Feuerwehrleute – manche hatten hierfür eine Fahrt von 2000 Kilometer auf sich genommen – verschiedene Stationen aufgebaut, von der Brandbekämpfung über das Abseilen bis hin zum Autounfall“, erläutert Buck. Er selbst betreute die Einsatzstelle „Tiefbauunfall“.

Dreisprachiger Vortrag

Doch vor jeder Praxisübung erfolgt erst einmal die Theorie. „Unterlagen hatte ich ja mitgebracht. Hector Eduardo Solis und ich haben dann den Vortrag gemeinsam ausgearbeitet.“ Den hielt Buck vor der Mannschaft dreisprachig: deutsch, englisch, spanisch. „Beim offiziellen Teil sollte ich unbedingt Deutsch sprechen, allerdings mit einem Übersetzer an meiner Seite.“ Warum Deutsch? Buck lacht. „Die Feuerwehr wurde von deutschen Einwanderern gegründet, daher sind die Feuerwehrautos auch alle deutsch beschriftet. Ebenso findet sich das deutsche Feuerwehrverbandszeichen wieder, genauso wie der Bundesadler auf dem Wimpel der 6. Kompanie.“ Bei festlichen Anlässen wird neben der chilenischen Nationalhymne auch die deutsche gespielt. „Davon konnte ich mich gleich am ersten Begrüßungsabend überzeugen.“

„Hohenschäftlarn“ kann keiner aussprechen

Vorgestellt wurde der Schäftlarner der Einfachheit halber als „Daniel Buck aus Deutschland“. „Das Wort ,Hohenschäftlarn’ war eine zu große Qual.“ Natürlich berichtete auch die Presse über die „Convencion Tecnica“, und über den „Kommandeur einer germanischen Feuerwehr“, der extra zum Erfahrungsaustausch über 12 600 Kilometer angereist war. „Auch ein Radio-Reporter stand plötzlich vor mir und wollte ein Interview“, erzählt Buck. „Was, warum, wie lange ich bei der Feuerwehr bin,und so weiter.“

Allergrößten Respekt

Auch wurde der 44-Jährige, der die 6. Kompanie auf ihren Einsätzen begleiten durfte, um seine Meinung zur Feuerwehr in Los Angelos gefragt. Buck: „Hier musste ich nicht lange überlegen. Ich habe allergrößten Respekt, was sie hier leisten, vor ihrem Zusammenhalt und ihrem Wissen.“

Viel Schlaf bekam Buck nicht. „Tagsüber hatten wir die Übungsstationen, abends wurden Freundschaften gepflegt.“ Verstanden haben sich die Einsatzkräfte auf Anhieb. „Ich sag immer, egal wo sich auf der Welt Feuerwehrleute treffen - sie haben alle den gleichen Schlag.“ Das brachte Buck auch bei seiner Abschiedsrede zum Ausdruck: „Somos los bomberos, somos hermanos“ – „Wir sind Feuerwehrleute, wir sind Brüder!“

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