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 Alte Post Ebenhausen

Post-Posse:  Nächste Ablehnung für Baupläne 

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Es kehrt keine Ruhe ein an der alten Post in Ebenhausen: Nun kassierte die Besitzerin eine Ablehnung für ihre Baupläne. Nicht das erste Mal.

Ebenhausen – Es gibt ein weiteres Kapitel in der unendlichen Geschichte der ehemaligen Post Ebenhausen: Eigentümerin Andrea Huss will das Grundstück mit zwei weiteren Doppelhäusern bebauen. Doch ihr Antrag auf Vorbescheid fiel im Bau-, Planungs-, und Umweltausschuss Schäftlarn einstimmig durch. Der Grund: Die Pläne weichen massiv von den Bauvorschriften ab.

Streit gärt lang

Doch das ist nur ein Teil der Geschichte. Um das frühere Post-Areal bebauen zu können, musste die bis dahin vorgeschriebene Nutzung geändert werden. Allerdings war den Gemeinderäten die geplante Bebauung zu massiv. Und dann war da auch noch das alte Postgebäude, das zwar nicht unter Denkmalschutz steht, aber als prägend für den Ortsteil angesehen wird. Es wurde 1934 im Auftrag der bayerischen Postbauschule von den Architekten Franz Holzhammer und Hans Schnetzer im Stil der „neuen Sachlichkeit“ errichtet – und gilt als repräsentativ für diese Epoche.

Um das Haus zu retten, ließen sich die Gemeinderäte 2012 auf einen Kompromiss ein: Die Gemeinde verzichtet auf eine Tiefgarage, dafür verpflichtet sich die Bauherrin, die alte Post zu erhalten. Doch im Laufe der Sanierung sich die alte Post immer mehr verändert. Statt roter – wie in der Bauvorschrift vorgesehen – erhielt es graue Dachziegel. Und die Fassade wurde komplett mit Holz verkleidet.

Besitzerin Huss, selbst Architektin, bat um eine nachträgliche Erlaubnis für diese Abweichungen. Das Gremium lehnte ab. „Der Ablehnungsbescheid muss nun nur noch vom Landratsamt durchgesetzt werden“, sagte Bauamtsleiter Stefan Jocher zum Stand der Dinge.

14 Punkte zur Diskussion

Nun musste der Ausschuss über Huss’ Pläne für die weitere Bebauung entscheiden. Schon in der Verwaltung sorgten die meisten der 14 zur Diskussion stehenden Punkte für Kopfschütteln. So werden beispielsweise die Baufenster, also die zulässig überbaubare Grundstücksfläche, nicht eingehalten. Und: Huss hätte auch auf den weiteren Häusern gerne graue Dachziegel und eine Holzverkleidung. „Die Bauwerberin nimmt bei der Farbe der Dacheindeckung Bezug auf ein Haus in der Nähe“, sagte Jocher. „Nur: Dieses Haus wurde so auch nicht genehmigt.“

Neue Fenster hat die Besitzern im Haus einsetzen lassen, das eigentlich abgerissen werden soll.

 Auch wegen des Gebäudes an der Lechnerstraße 4 gab es Unmut. Laut Jocher soll es abgebrochen werden. „Jetzt aber ist mit einer Sanierung begonnen worden.“ Die Baukontrolle des Landratsamtes sei bereits informiert worden. Dazu nahm Huss, die kurzfristig Rederecht erhielt, umgehend Stellung: „Ich habe nur ein Glas eingesetzt.“

Das wollte Maria Reitinger (UWG) nicht gelten lassen. „Das sieht doch jetzt eher aus wie ein Bürogebäude.“ Uli Stuke (Grüne) wurde noch deutlicher: „Hier sind wieder einmal Tatsachen geschaffen worden. Das erschwert es, Vertrauen aufzubauen.“ 

Huss wiederum kritisierte, dass sich der geänderte Bebauungsplan, beispielsweise bezüglich Duplex-Garagen und Stellplätzen, so nicht umsetzen ließe. Zudem sei sie wiederholt auf die Gemeinderäte zugegangen, um eine Lösung zu finden. „Was muss ich machen, damit es endlich weiter geht?“ Für Bauamtsleiter Jocher gab es nur eine Antwort: „Einfach einen Bauantrag einreichen, der zulässig ist.“

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