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Der Spielplatz nimmt Gestalt an , daneben müssen Bäume weichen.

Neuer Spielplatz

Aus Sicherheitsgründen Bäume gefällt

Für den neuen Spielplatz in Ebenhausen müssen Bäume weichen - so manchem Anwohner behagt das nicht.

Ebenhausen – Der Spielplatz neben der Ebenhauser Kirche an der Zechstraße nimmt langsam Form an. Allerdings mussten für die Umgestaltung einige Bäume gefällt werden – was teilweise zu Unverständnis in der Bevölkerung geführt hat. So monierte Stefan Kottmeier in einem Brief an den Münchner Merkur, dass „vergangenen Sommer für ein Spielgerät ein alter Baumbestand weichen musste“ und nun „noch eine wunderbare Lärche“ gefällt wurde.

Zur Vorgeschichte: Wie berichtet, kümmert sich statt der Pfarrkirchenstiftung nun die Gemeinde um das Areal. „Angedacht ist ein Themenspielplatz“, stellte Bauamtsleiter Stefan Jocher im Mai 2016 die Pläne zur Umgestaltung vor. „Mit Schlepper und Ladewagen, indem mehrere Spielgeräte integriert sind.“ Um das etwa 15 Meter lange Spielgerät sollen zudem noch eine Slackline, eine in den Hügel integrierte Rutsche, und ein paar Hütten und ein kleiner Bolzplatz Platz finden.

Im Zuge der Arbeiten wurde auch der Baumbestand von einem Fachmann beurteilt. Sein Fazit: Einige waren nicht mehr standsicher, andere benötigten Pflegemaßnahmen. „Die Bäume wiesen einen hohen Anteil an Totholz auf“, bestätigt auch Eva Hohnheiser, die bei der Gemeinde für den Baumschutz zuständig ist, auf Anfrage. „Allein schon wegen der Sicherheit der Kinder mussten wir tätig werden.“ Im Fall der Lärche kommen noch die herabfallenden Nadeln hinzu. „Durch diese würde der Fallschutz sehr schnell verdrecken.“ Doch der Schmutz ist nicht der einzige Grund: „Wenn sich die Nadeln auf dem Fallschutz sammeln, führt das zu einer Verhärtung des Materials.“ Somit könnte er seiner eigentlichen Bestimmung nicht mehr gerecht werden und einen Sturz mildern. 

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