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Pop-Balladen: Karin Liebscher und Andreas Seibold am Keyboard bei der Ausstellung „Contemplatio“ im Schäftlarner Prälatengarten vor zwei Wochen.

Band „Luna 7 aus Hohenschäftlarn 

Das rockt: Bei Sonnenaufgang an der Allianz Arena

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Sequenzen eines Geysirs und treibenden Eisschollen. Und über allem die Stimme von Sängerin Karin Liebscher: Das Video zur ersten Single „Ice and Fire“ der Band „Luna 7“ wurde bereits drei Tagen nach seiner Veröffentlichung auf Youtube über 550 mal aufgerufen.

Schäftlarn – „Und das, obwohl wir nur in unserem Bekanntenkreis dafür Werbung gemacht haben“, wundert sich Andreas Seibold, aus dessen Feder die Pop-Ballade stammt. Ursprünglich war sie als Filmmusik für den Dokumentarfilm „Iceland – on the Top of the World“ von Reinhard Kungel, ebenfalls wie Seibold Hohenschäftlarner, gedacht. „Aber hier nur als Instrumentalmusik.“ So entstand die Idee, ein eigenes Video zu produzieren. Konzept, Kamera, Regie und Redaktion übernahm Kungel höchstpersönlich, schnitt auch noch besagte Natursequenzen aus seinem Island-Film mit hinein.

An einem Sonntagmorgen bei Sonnenaufgang begannen die Dreharbeiten. „Und zwar auf dem Parkplatz nahe der Allianz Arena“, erinnert sich der 53-Jährige. Seibold und Liebscher nahmen ihre Plätze auf der leeren Fläche ein, Kungel machte die Drohne startklar. Doch plötzlich tauchte ein Kehrmaschinenfahrer auf und begann den Platz zu säubern. „Dabei hinterließ er bizarre Muster auf dem Asphalt.“ Kungel erkannte das Potenzial dieser zufälligen Begegnung für das Video und baute den fleißigen Arbeiter kurzerhand in die Aufnahme ein. „Manchmal allerdings möchte ich schon wissen“, sagt Seibold und lacht, „was sich der Kehrmaschinenfahrer gedacht hat, als er seine Kreise um uns, also einen Pianospieler und eine singende Frau, gedreht hat.“

Liebscher und Seibold, sie eine Grundschullehrerin, er Berater für Facility Management, haben 2013 Jahren als Duo angefangen. Seit einem dreiviertel Jahr verstärken Markus Krombeck am Bass und Jens Freyberg an den Drums das Team. Gespielt werden Popsongs, Jazz-Balladen, sowie Klassiker von Supertramp, Whitney Houston oder den Cranberries in eigener Interpretation. Doch nun sollen zum Repertoire weitere, selbst geschriebene Songs hinzukommen. Erfahrung hat der Schäftlarner genug: Schon als Teenie begann er Stücke zu komponieren. Und ganz nebenbei kam noch die Filmmusik hinzu. Kein Wunder, dass auch andere Künstler auf den 53-Jährigen aufmerksam wurden. So arbeitete er bereits für Mike-Oldfield-Sängerin Maggie Reilly („Wait“, „What about Tomorrows Children“), das Lied „Sending Messages“, gesungen von Sally Oldfield, stammt ebenfalls aus seiner Feder.

Und natürlich hofft „Luna 7“, dass ihre erste Single, beziehungsweise das Video weiter fleißig angeschaut- und gehört werden. Und die Chance stehen nicht schlecht: Zwölf Tage nach der Erstveröffentlichung steht der Zähler bei 717 Aufrufen, Tendenz nach oben. Zu sehen ist das Video unter www.youtube.com/watch?v=MAFUO_wpYQE

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