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Die Anwohner der Starnberger Straße haben ein klares Ziel. Sie wollen den Verkehr raus haben aus dem Herzen ihrer Gemeinde.

Banner entlang der Starnberger Straße 

Starker Einsatz für die Ortsumgehung

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Seit ein paar Tagen hängen entlang der Starnberger Straße in Hohenschäftlarn sechs neue Banner, die sich für die Notwendigkeit einer Umgehungsstraße um die Gemeinde aussprechen. Hinter der Aktion stecken sowohl Anwohner als auch Mitglieder des „Runden Tisches“, die an einer für Schäftlarn verträglichen Trassenführung mitgearbeitet haben.

Schäftlarn– „Es geht um unser Herz, um unser Schäftlarn“, so die Ambition der Initiatoren. Den Ausschlag für diese Initiative gab die erneute Diskussion darüber, ob eine Umgehung überhaupt notwendig sei oder nicht (wir berichteten). „Wir wollen einfach noch mal ins Bewusstsein rufen, um was es hier geht“, betont Alfred Maier mit Nachdruck. Jetzt hängen in Hohenschäftlarn verteilt sechs Banner, jeder mit einem anderem Slogan. „Und alle von der Gemeinde genehmigt“, wie Alfred Ebbers betont. „Umgehung für unsere Sicherheit – jetzt“, „Drumherum statt Mittendurch“ oder „Umgehung für unsere Gemeinde. Das Dorf wird wieder eins“ lauten die Schlagworte. Rechts daneben ein Herz mit Pfeil, der aber nicht das Herz durchdringt, sondern außen herum führt. „Das Herz symbolisiert unsere Gemeinde, der Pfeil die Umgehung“, erklärt Ebbers das Bild.

Dass das starke Verkehrsaufkommen auf der Starnberger Straße eine Gefährdung darstellt, ist für die Initiatoren Fakt. „Hier wurden schon von Aufliegern oder Anhängern Dächer beschädigt“, beschwert sich ein Anwohner. „Radfahrer wurden abgedrängt, die Lkw fahren aufgrund der Enge über den Bürgersteig. So kann es nicht weitergehen.“ Dem kann Marianne Denk, die direkt oberhalb der Starnberger Straße wohnt, nur zustimmen. „Der Verkehrslärm geht täglich gegen 4 Uhr, spätestens 4.30 Uhr los“, sagt sie. „Wenn die ersten Lastwägen die Straße hinunter oder hinauf rumpeln.“ Anliegen der Gruppe ist es, sich nochmals für eine Umgehungsstraße auszusprechen. „Anfang des Jahres, so im Januar, Februar, sollen die Ergebnisse der Trassenprüfungen seitens der Behörden da sein“, umreißt Ebbers den Zeitplan. „Diese werden zuerst dem Gemeinderat und den Mitgliedern des Runden Tisches vorgestellt. Dann gehen sie an die Öffentlichkeit.“

Letzteren Punkt kann Bürgermeister Matthias Ruhdorfer (CSU) bestätigen, ersterer ist terminlich nicht sicher. „Wann die Ergebnisse vorliegen, steht noch nicht fest. Allerdings hoffen wir, dass dies nun endlich Anfang 2018 passieren wird.“

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