Attacke auf Passanten in Hamburg: Ein Toter, mehrere Verletzte

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Gerd Zattler riecht an einer herrlichen Blühwiese unterhalb des Maibaums in Hohenschäftlarn. Trotzdem: Ihm geht die Naturliebe in der Gemeinde nicht weit genug. 

Grüne in Schäftlarn

Blumenschmuckgemeinde nicht bunt genug

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Der Umweltschutz in Schäftlarn fristet laut den Grünen derzeit ein stiefmütterliches Dasein. „Themen wie Umwelt-, Landschafts- und Biotopschutz spielen in unserer Kommunalpolitik derzeit keine Rolle“, mahnte Gerd Zattler im Gemeinderat.

Schäftlarn – Die Fraktion stellte den Antrag, gemeindliche Flächen mit abwechselnd blühenden Stauden zu verschönern. Bienenweiden und -gehölze könnten die Plätze aufwerten, das Straßenbegleitgrün mit mehrjährigen Stauden aufgewertet werden. Als Positivbeispiel verweist Zattler auf das Grundstück unterhalb des Maibaums in Hohenschäftlarn. Königskerze, Kornblume und Wildkräuter bilden hier neben vielen anderen Pflanzen eine farbenfrohe und vielfältige Pracht. Ebenso soll der Abstand der Mährhythmen verlängert werden. „So hätten Blüten wieder eine Chance überhaupt das Licht der Welt zu erblicken. Das würde auch den Bienen und vielen anderen Insektenarten helfen.“

Die Grünen schlagen vor, Wildblumenwiesen nur ein oder zweimal jährlich zu mähen. „Da wären bestimmt auch die Nachbarn dankbar.“ Die Verwaltung ihrerseits verweist darauf, dass bereits jetzt schon einiges getan wird. „Am Kreisverkehr wird um die Blumen herum gemäht, an der B 11 wurde eine Hecke für Bienen angelegt, in Ebenhausen und Neufahrn gibt es jeweils eine Apfelallee“, führt der geschäftsführende Beamte Stefan Wallner als Beispiele an. Das Straßenbegleitgrün hält er als Blütenwiese eher für ungeeignet. „Oft parken Autos auf den Grünstreifen, sodass die Blüten schnell zerstört würden.“ Die Anpflanzung von Hecken an Straßenrändern wiederum ist aus Gründen der Verkehrssicherheit nicht möglich. „Zudem wachsen Blütenwiesen nicht dauerhaft, müssten also alle ein bis zwei Jahre neu angelegt werden – was mit Kosten und Personalaufwand verbunden ist.“ Als Beispiel steht hier der Kreisverkehr in Icking.

Susanne Dichtl (CSU) sah den Bedarf als nicht so dringend an. „Bei uns ist sehr viel grün.“ Das wollte Zattler so nicht gelten lassen. „Die Gemeinde sollte eine Vorbildfunktion haben.“ Georg Lang (CSU) sprach sich dafür aus, auch Privatleute mit ins Boot zu holen. „In manchen Gärten laufen die Mähroboter andauernd. Es ist zwar kurzweilig zuzuschauen, aber wachsen kann auch nichts.“ Der Politiker schlägt vor, einen Wettbewerb für naturnahe Gärten auszuloben. „Wir haben einen Blumenschmuckwettbewerb, warum also nicht auch so etwas?“ Der Bauhof soll nun weitere geeignete Flächen ermitteln und prüfen, wo der Mährhythmus verlängert werden kann.

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